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Die Flammen schlugen fünf Meter hoch

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
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Im Aachener Ortsteil Haaren ist es in der Nacht zu Donnerstag zu einem Brand in einem Einfamilienhaus gekommen. Foto: Ralf Roeger
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Im Aachener Ortsteil Haaren ist es in der Nacht zu Donnerstag zu einem Brand in einem Einfamilienhaus gekommen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Als die Scheiben platzten und Sauerstoff herein strömte, schlugen die Flammen fünf Meter hoch“, berichtet ein Anwohner der Jean-Bremen-Straße von den Schreckensminuten in der Nacht zum Donnerstag. Gegen 0.55 Uhr war im Dachgeschoss eines dreigeschossigen Reihenhauses in Haaren aus noch nicht geklärter Ursache ein heftiges Feuer ausgebrochen.

Die Feuerwehr erhielt eine ganze Reihe von Anrufen und schickte deshalb sofort zwei Züge der Berufswehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Haaren mit insgesamt 52 Kräften in die verwinkelte Nebenstraße der Hergelsbendenstraße.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das gesamte zweite Obergeschoss des mittleren Hauses einer hinteren Häuserzeile in Flammen, die vorne und hinten auf der Dachterrasse aus mehreren Fenstern schlugen. Das Feuer in der vor gut zehn Jahren entstandenen Siedlung drohte über das Dachgeschoss auf die beiden Nachbargebäude überzugreifen. „Wir hatten große Angst, dass es rüberschlägt,“ schildert der Nachbar die bangen Momente.

Die Bewohner des Brandhauses, eine vierköpfige Familie, konnten sich selbst noch vor Eintreffen der Hilfskräfte in Sicherheit bringen. Der Vater und ein Sohn waren auf Geräusche im Dachgeschoss aufmerksam geworden und hatten die schlafende Mutter geweckt und mit dem zweiten Sohn die Gefahrenstelle verlassen. Der 53-Jährige trug dabei eine leichte Rauchgasvergiftung davon, er und ein 22-Jähriger wurden leicht verletzt und vor Ort ambulant versorgt.

Ein Betroffener sollte vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht werden, verweigerte laut Feuerwehr jedoch die Mitfahrt. „Die Feuerwehr war schnell hier und hat gut geholfen“, schildert der Anlieger die beklemmende Situation weiter. Die Wehr schickte drei Trupps im Innenangriff in das brennende Haus, ein weiterer rückte den Flammen über die Hubrettungsbühne zu Leibe. Mit Wasser aus drei Rohren wurden die Flammen schließlich gelöscht und die angrenzenden Gebäude kontrolliert.

Da das Feuer vor sich hin schwelte, war die Feuerwehr noch längere Zeit im Einsatz, sie stellte am Ende noch eine zweiköpfige Brandwache: „Die haben noch die ganze Nacht Wasser rein gepumpt“, schildert der Anlieger. Das habe auch Spuren in seinem direkt angrenzenden Gebäude verursacht: „Wir haben ein paar Feuchtigkeitsschäden, und es stinkt ein bisschen.“ Das Brandhaus wurde derartig in Mitleidenschaft gezogen, dass es nicht mehr bewohnbar ist. Die Familie wurde zunächst in einem von der Aseag zur Verfügung gestellten Bus und später in einem Hotel untergebracht.

Über die Höhe des Schadens konnten noch keine genauen Angaben gemacht werden, er dürfte sich aber im sechsstelligen Bereich bewegen. Auch die Brandursache konnte bislang noch nicht geklärt werden, die Ermittlungen der Kripo dauern an. Brandstiftung und ein technischer Defekt kann nach ersten Erkenntnissen ausgeschlossen werden. Polizeisprecherin Iris Wüster: „Gott sei dank ist es für die Bewohner noch glimpflich ausgegangen.“ Für die Dauer des Einsatzes wurde die Hauptfeuerwache und die Wache Nord von Kräften der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.

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