Aachen - Die „fantastische Vielfalt“ von Karrieren

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Die „fantastische Vielfalt“ von Karrieren

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
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13 Porträts - 13 Beispiele: Im Haus Löwenstein stellten jetzt Verantwortungsträger von Hochschule und Stadt erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen vor. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Laura Vargas Koch, Mushawar Ahmad, Dina Vivian Bharucha und Alexander Britwin haben einiges gemeinsam: Ihr Studierendenleben verbringen oder verbrachten sie in Aachen und schauen deshalb seit einigen Tagen von Werbebannern und öffentlichen Monitoren den Passanten freundlich ins Gesicht.

 „9000 Absolventen aus vier Hochschulen haben wir jedes Jahr. Die Studierendendichte ist mit 23 Prozent eine der höchsten in ganz Deutschland – Aachen lebt Wissenschaft!“, ist Peter Gronostaj, Leiter des Wissenschaftsbüros der Stadt Aachen, überzeugt. „Und auch danach bieten sich hier zahlreiche Karrieremöglichkeiten an.“

„Ein guter Platz zum Leben“

Zusammen mit den vier Hochschulen der Stadt – RWTH, FH, Katholische Hochschule (KatHo) und die Hochschule für Musik und Tanz Köln, Abteilung Aachen – hat seine Abteilung die Kampagne „Karriere beginnt in Aachen!“ mit 13 Porträts von Studierenden und wissenschaftlichen Nachwuchskräften initiiert.

„Das ist eine neue Form der Öffentlichkeit für die Studierenden“, freute sich Professor Herbert Görtz, geschäftsführender Direktor der Musikhochschule, dass auch seine kleine Hochschule mit Fabio Lesuisse, der seinen Master im Fach Gesang anstrebt, vertreten ist. Und Professor Dr. Josef Rosenkranz, Prorektor für Studium und Lehre an der FH Aachen, meinte: „Die Kampagne zeigt eine fantastische Vielfalt an Karrieren. Es ist eine gute Möglichkeit, die Hochschulen näher an die Stadt heranzurücken.“ Auch Professorin Dr. Doris Klee, Prorektorin für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs an der RWTH, stellte die Diversität der Studierenden und Absolventen heraus: „Für sie alle ist Aachen ein ‚Place to be‘, ein guter Platz zum Leben, weil sie hier neben einer guten fachlichen Ausbildung auch andere Rahmenbedingungen wie Spitzsportförderung oder Familienfreundlichkeit finden. Wir betreuen und begleiten unsere Studierenden.“

In der Tat stecken in den 13 Porträts eine bunte Auswahl an Menschen und Lebenswegen: Laura Vargas Koch (27) hat vor zwei Jahren eine olympische Bronzemedaille im Judo gewonnen und will ähnliches auch 2020 in Tokio wieder versuchen. Gleichzeitig promoviert sie an der RWTH im Fach Mathematik. Mushawar Ahmad (23) ist im Westerwald aufgewachsen und strebt gerade seinen Bachelorabschluss in Elektrotechnik an der RWTH an. Nebenbei engagiert er sich in der studentischen Initiative AIAS gegen Blutkrebs. Dina Vivian Bharucha (26) studiert derzeit im Masterstudiengang Kommunikations- und Produktdesign an der FH Aachen und ist bereits als Gründerin in der vielfältigen Start-up-Szene der Stadt unterwegs. Alexander Britwin (33) hat seinen Master „Klinisch-therapeutische Soziale Arbeit“ an der KatHo absolviert und leitet zurzeit eine diagnostisch-therapeutische Krisenwohngruppe für Kinder und Jugendliche.

„Wir sind stolz, etwas erreicht zu haben und freuen uns, dass dies mit der Kampagne auch geschätzt wird“, begründete Leon Bockstegers, Bachelorstudent für Bauingenieurwesen an der FH Aachen und Start-up-Unternehmer, seine spontane Bereitschaft mitzumachen. Oberbürgermeister Marcel Philipp hofft, dass die Kampagne die Begeisterung der Studierenden und Wissenschaftler für ihre Profession in die Stadtgesellschaft transportiert. Und er freute sich, dass auch die Hochschulen untereinander stärker zusammenwachsen. „Ein Podium mit hochrangigen Vertretern aus allen Hochschulen hätte es vor zehn Jahren wohl noch nicht gegeben.“

 

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