Aachen - Die ersten Objekte für Aachens Clubszene sind gefunden

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Die ersten Objekte für Aachens Clubszene sind gefunden

Von: gei
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Aachen. Tanzen unter Gleisen? Partys in Unterführungen? Konzerte im alten Kinosaal? All das scheint denkbar nach ersten Überlegungen, die die Stadt angestellt hat, um die angeschlagene Aachener Clubszene zu retten.

Der runde Tisch zum Thema Clubvielfalt in Aachen, der Mitte Februar die Spitzen der Verwaltung und Partyveranstalter zusammengeführt hat, trägt demnach erste Früchte. Baudezernentin Gisela Nacken legte am Dienstag im Verwaltungsvorstand eine Liste mit Adressen vor, in denen gefeiert und laute Musik gemacht werden könnte, ohne dass Konflikte mit Nachbarn zu befürchten seien.

Fündig wurde man unter anderem am Bahnhof Rothe Erde, wo ein bislang ungenutzter Raum auf neue Nutzungsideen wartet. Denkbar sei zudem, die Fußgänger­unterführung am Ponttor für Partys zu nutzen. Ferner im Gespräch: das Tonnengewölbe im Haus Löwenstein, der Stauferkeller unterm Markt, die Bunker an der Monheimsallee und an der Scheibenstraße sowie alte Fabrikhallen oder auch das Kino Seilgraben, für das ebenfalls neue Konzepte in Arbeit sind.

Rund ein Dutzend Objekte ist auf die Liste geraten, die teils in öffentlichem, teils in privatem Besitz sind. In den nächsten Wochen soll nun genauer geprüft werden, ob sie tatsächlich den Anforderungen der Gastronomen und Veranstalter gerecht werden können. Bereits durchgefallen sind dabei das Umspannwerk Hüttenstraße und der alter Probenraum des Sinfonie­orchesters in der Elisabethstraße.

Genauer in Augenschein wird man unter anderem auch den Bau am Kapuzinerkarree nehmen, in dem derzeit noch die Glücksspielautomaten des Spielcasinos stehen. Da das Spielcasino im Zuge seiner Neukonzeption dort seinen Rückzug angekündigt hat, wäre ein Musikclub zumindest theoretisch denkbar.

Weitere Gespräche folgen

Der Oberbürgermeister will nun zunächst die konkrete Prüfung abwarten und dann erneut mit der Clubszene und möglichen Betreibern ins Gespräch kommen.

Die fühlen sich durchaus bedrängt, weil es immer wieder Beschwerden von Anwohnern gibt, die sich durch lärmende Partygänger belästigt fühlen. In der Szene geht nach mehreren bereits vollzogenen und einigen angekündigten Clubschließungen schon die Sorge um eine „tote Stadt“ um.

Eine lebendige Stadt benötige auch ein „lebendiges Nachtleben“, und das sei eben auch manchmal laut, argumentieren insbesondere junge Leute. Mit der nun vorgelegten Liste will die Stadt ihren guten Willen beweisen. Platz für Partys und Konzerte könnte es demnach nicht nur am Stadtrand in alten Industriequartieren oder auf der grünen Wiese geben, sondern durchaus auch zentrumsnah.

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