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Die ersten 100 Tage: Der neue OB hat „Riesenspaß”

Von: Alfred Stoffels
Letzte Aktualisierung:
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Seit 100 Tagen im Amt: Oberbürgermeister Marcel Philipp zog am Donnerstag ein erstes Fazit. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Es macht Riesenspaß” - der neue Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) hat die ersten 100 Tage im Amt hinter sich und den Eindruck gewonnen, ganz unbedingt einen der schönsten und dankbarsten Arbeitsplätze in der Stadt Aachen ergattert zu haben.

Zum Mini-Jubiläum präsentierte Philipp, seit 21. Oktober 2009 Stadtoberhaupt und Chef von 4500 Bediensteten, ein erstes Fazit seines bisherigen Wirkens. Und das fiel rundum positiv aus.

Was dem OB mit am meisten gefällt: dass der neue Job eine Vielzahl von Kontakten mit Menschen ermöglicht, „die alle anders sind”. Seinen Terminkalender lasse das zwar überlaufen, aber auch in Zukunft werde er eine Politik der offenen Tür betreiben, um möglichst viel darüber zu erfahren, wie diese Stadt Aachen tickt. Auch bei den offiziellen Anlässen sei ihm die ganze Bandbreite der Verpflichtungen bewusst geworden, die das Oberbürgermeisterdasein bereithalte - vom Krönungsfestmahl gleich zu Beginn der Amtszeit bis zur jüngsten Trauerfeier für den Ehrenbürger Jost Pfeiffer, „das war sehr bewegend”.

Die wichtigsten Themen der ersten 100 Tage? Philipp nennt vorneweg die Beschäftigung mit dem Milliardenprojekt RWTH-Campus, das nach dem „Austreten von einigen Feuerchen” auf dem Weg sei und „ungeheures Interesse” finde; „potente Investoren” ständen nachgerade Schlange, um sich auf Melaten anzusiedeln. Viel Arbeit mache zurzeit der neue Haushalt (der ein Defizit von 60 Millionen Euro aufweist) . Mit Hochdruck sei die Verwaltung dabei, Sparvorschläge zu entwickeln, allerdings sei es noch zu früh, über Einzelheiten zu reden.

Als ungemein wichtig bezeichnete Philipp die Kommunikation zwischen dem Dienstherrn und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Seine bisherige Wahrnehmung sei, dass alle bisherigen Gesprächspartner durch die Bank hoch motiviert seien und jeder das Beste wolle, auch wenn es schon mal knirsche untereinander. Zu seinen ersten Erfolgen zählt der OB auch die Entwicklung am Kaiserplatz, wo eine Auflösung der dortigen Drogenszene beabsichtigt ist.

Und wie klappt es mit der Städteregion, kann die Stadt Aachen ihre angestrebte Rolle als Erste unter Gleichen spielen? Philipp: „Manche Dinge entwickeln sich anders als ursprünglich gedacht”, aber auch in diesem Fall würden - siehe oben - Kontakte und Kommunikation helfen, insbesondere mit Städteregionsrat Etschenberg. Die Kritik der SPD an einer Erhöhung der Umlage wies Philipp als „Schaukampf” zurück, bis Ende nächsten Jahre müssten die Rücklagen so oder so verfrühstückt werden.

Eher entspannt geht der OB mit den Geschehnissen am Tivoli um und den Bitten der Alemannia, die Stadt möge ihr finanziell unter die Arme greifen. Zu prüfen sei, ob und wie man helfen könne, das sei selbstverständlich, aber einen „Zusatzbonus” gegenüber anderen Vereinen könne es für die Alemannia nicht geben.
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