Whatsapp Freisteller

Die Elsassstraße zur Chefsache gemacht

Von: Werner Czempas
Letzte Aktualisierung:
7128119.jpg
Im nächsten Frühling soll die Elsassstraße noch mehr blühen und grünen. Mit mehr Blumenschmuck möchte die Bezirksvertretung Aachen-Mitte die Straße im Ostviertel aufhübschen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Er hat es nicht ausdrücklich so gesagt, doch ließ er keinen Zweifel daran: Bezirksbürgermeister Achim Ferrari (Grüne) hat die Elsassstraße und ihr Umfeld zur „Chefsache“ erklärt. Sein Ziel sei es, so Ferrari, das, was dort in den vergangenen Wochen und Monaten „an Image zerstört worden ist, wieder hinzukriegen“.

Grünen-Fraktionssprecherin Helga Gaube hatte nach Gesprächen mit Bewohnern und Geschäftsleuten beantragt, in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte über die „Verbesserung des Umfeldes im Bereich Elsassstraße“ zu diskutieren. Das äußere Erscheinungsbild der Straße und angrenzender Bereiche könne sicherlich eine Aufwertung erfahren.

„Mit kleineren Maßnahmen wie neuem Blumenschmuck, einer Ausbesserung defekter Stellen im Straßenbelag und auf den Bürgersteigen könnte die Situation nachhaltig verbessert werden“, glaubt Gaube. Auch durch eine Aufwertung der Grünflächen lasse sich leicht eine freundliche Atmosphäre erreichen. Helga Gaube: „Wir müssen Zeichen setzen und dranbleiben. Wir müssen uns um das Ostviertel kümmern.“

SPD-Fraktionssprecherin Marlies Diepelt wies auf einen entsprechenden SPD-Antrag aus dem vergangenen September. Die einst schöne Einkaufsstraße sei in den letzten Jahren leider heruntergekommen. Diepelt: „Es soll, es muss etwas passieren.“

Der Stadtbetrieb zeigte sich vorbereitet. Blumen-Ampeln könnten in der Elsassstraße leider nicht angebracht werden, weil die Statik der Laternen nicht ausreiche. Blumenscheiben könnten vergrößert werden, doch gehe das zu Lasten der Parkplätze. Am Zustand und an der Bepflanzung der Blumenkübel an der Ecke Adalbertsteinweg/Sedanstraße könne der Stadtbetrieb nichts ändern, da die dortige Bank Eigentümerin sei. Lediglich in der Verschwenkung in der Mitte der Elsassstraße könnten zum vorhandenen großen, sechseckigen Blumenkübel einer oder zwei hinzugestellt werden.

Sanierung der Fahrbahn

Auf dem Elsassplatz wachse im Bereich des Brunnens zwischen den Pflastersteinen viel Gras, was zeige, dass er nicht genutzt werde. Am Kennedypark habe der Stadtbetrieb gerade einen Blühstreifen mit Narzissen neu angelegt. Die Ausbesserung des roten Straßenbelags sei nicht ratsam, weil dies zu einem Flickenteppich führe. Die Sanierung der Fahrbahn am Elsassplatz werde dagegen zurzeit ausgeschrieben. In den Gehwegen gebe es keine Schäden. Zum im SPD-Antrag angesprochenen Thema Müll sei festzustellen, dass die Elsassstraße täglich gereinigt werde und „im besonderen Fokus der Straßenreinigung“ stehe. Auch Papierkörbe seien in ausreichender Menge platziert, an weiteren sei kein Bedarf.

Bezirksbürgermeister Achim Ferrari erklärte, die Bürger hätten viele Wünsche, es sei ihnen aber nicht klar, wie die umgesetzt werden könnten. Seiner Meinung nach fehle es an einer Koordination, städtische Ämter und andere Behörden müssten zusammengebracht werden. Er werde das Thema Elsassstraße wieder auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung setzen. Ferrari: „Es ist viel aufzuarbeiten. Auf die Schnelle werden wir das nicht schaffen.“ Ausdrücklich betonte Ferrari, der Bereich Elsassstraße sei „kein kriminelles Gebiet“.

Wilhelm Helg (FDP) erklärte dagegen, es gebe derzeit keinen Anlass und es mache „keinen Sinn, das Thema Elsassstraße wieder aufzumischen“. Polizeipräsident Klaus Oelze habe gerade erst im Hauptausschuss Rede und Antwort gestanden und überzeugend dargelegt, dass sich die Situation „absolut beruhigt“ habe.

Mit Blick auf die Kommunalwahl am 25. Mai fragte auch Helgs Fraktionskollege Joachim Moselage, ob es sinnvoll sei, sich vorher noch mit Elsassstraße zu befassen. Ferrari: „Wir sollten anfangen und uns in der nächsten Sitzung damit beschäftigen, ohne die Sache zum Wahlkampfthema zu machen.“ Seufzer Moselage: „Ich befürchte Schlimmes.“

Leserkommentare

Leserkommentare (4)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert