Die digitale Vergabe spart Zeit und Kosten

Von: Georg Dünnwald und Monique Loosen
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Eckard Larosch (links) und Pet
Eckard Larosch (links) und Peter Marbaise stellen das digitale Portal für die Bauvergabe vor. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der alte Postdienst hat ausgedient. Denn die zentrale Vergabestelle der städtischen Bauverwaltung vertraut seit dem 1. April der digitalen Datenübermittlung und verschickt deshalb seither keine Unterlagen mehr per Post.

„Das spart Zeit und Kosten”, behaupten Eckard Larosch, der Leiter der Bauverwaltung und Peter Marbaise, der Chef der zentralen Vergabestelle. Denn es würden für den Versand der Unterlagen an interessierte Bauunternehmer keine Gebühren mehr erhoben. „Wir sparen Druckkosten und brauchen keine Leute zum Eintüten mehr.” Was aber nicht heiße, dass dafür eine Halbtagsstelle wegfalle. „Zumindest kurzfristig nicht”, versichert Larosch.

Rund 15 Monate hat die Verwaltung ihr digitales Angebot in einer Probephase getestet und letztendlich für gut befunden. Mit der Städteregion, der Stadt und dem Kreis Düren und und dem Kreis Euskirchen kooperiert sie jetzt auf einem eigenem Portal, „Leider macht der Kreis Heinsberg noch nicht mit”, bedauern Larosch und Marbaise. „In der Erprobungsphase haben schon knapp 95 Prozent der Unternehmer die digitale Form der Übermittlung bevorzugt”, erklärt Larosch und nennt einen weiteren Vorteil: „Jetzt haben die Bauunternehmer auch alle Vorhaben der angeschlossenen Kommunen auf einen Blick und können entsprechend ihre Kalkulationen aufstellen.” Und auch noch bis quasi eine Minute vor Zwölf, wenn die Abgabefrist abläuft, noch ein Angebot unterbreiten.

Die Firma Cosinex habe das Portal entwickelt, sie betreibe auch vergleichbare Portale für das Land NRW und für das Ruhrgebiet. Korruption sei übrigens „so gut wie unmöglich mit der digitalen Angebotsunterbreitung und der Handhabung in unserer Verwaltung”, sagen die Verwaltungsleute. Denn die zuständigen Fachbereiche legten zwar fest, was gemacht werde, die zentrale Vergabestelle aber biete die Aufträge an und nehme auch die Angebote entgegen. Marbaise versteht seine Abteilung also auch als feste Mauer gegen Klüngel und Absprachen.

Rund 650 bis 700 Ausschreibungen verteilt die Vergabestelle jährlich, im vergangenen Jahr waren es gar 820, „wegen der Mittel aus dem Konjunkturprogramm II”, verdeutlicht Larosch. Also haben die Mitarbeiter von Marbaise eine Menge zu tun, „jetzt ist es einfacher”. Aber das ist auch mit Kosten verbunden. Die Stadt zahlt für die Teilnahme am Portal jährlich 22.000 Euro.
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