Die Decken aufgerissen, die Fußböden aufgestemmt

Von: Jule Klieser
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Baustellenatmosphäre im „Space”: Im Walheimer Kinder- und Jugendtreff haben die Umbauarbeiten begonnen. Auch Leiterin Gesa Zollinger (rechts), freut sich, dass es vorangeht. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Beim Kinder- und Jugendtreff „Space” in Walheim haben die Umbau- und Renovierungsarbeiten begonnen. Die Mitglieder des Trägervereins der Einrichtung freuen sich riesig, dass die Stadt nun die erforderlichen Mittel bereitgestellt hat, denn in dem Treffpunkt sind nicht nur die Innenausstattung unzeitgemäß und die Sanitäranlagen dürftig.

Es gab auch zu wenig Platz, und die Hälfte des Hauses, eine ehemalige kleine Hofanlage, stand lange leer. Wer jetzt in den hinteren Gebäudeteil hineinschaut und die aufgerissenen Decken und Fußböden sieht, ahnt gleich: Hier gibt es noch viel zu tun. Doch Personal, Trägerverein und Besucher sind guten Mutes, dass schon im Sommer Jugendcaf mit Teeküche, Kicker- und Billardzimmer fertig eingerichtet sind.

Bescheiden aber brauchbar

1996 hatte der Offene Kinder- und Jugendtreff Walheim e.V. das Gebäude mit eigenen Mitteln instand gesetzt und betreibt seitdem das Haus. „Es war am Anfang ziemlich bescheiden, aber nutzbar”, erinnert sich der Vereinsvorsitzende Edgar Ortmanns. Die Vereinsleute wollten etwas für junge Leute tun im Stadtteil, vor allem „für Jugendliche, die sonst in keinem Verein sind, nicht wissen wo sie hingehen sollen und sonst auf der Straße wären”, so Ortmanns.

Seit zwei Jahren fördert die Stadt Aachen die Einrichtung. 80 Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Sozialraum Süd nutzen den Treffpunkt die Woche über. Die Schulkinder und jungen Erwachsenen wollen hier einfach ein bisschen abhängen, spielen oder die tollen Angebote nutzen. Es gibt feste Treffpunktzeiten, Kochen, Backen, Kino oder Hilfe bei Hausaufgabenfragen.

„Jetzt bei dem Wetter waren wir viel draußen und haben Schneeballschlachten gemacht”, erzählt die pädagogische Leiterin Gesa Zollinger beim Pressegespräch. Außer ihr arbeiten noch eine Honorarkraft, ein Praktikant und fünf ehrenamtliche junge Leute in dem Treff. ”

Die Jugendlichen finden hier vor allem ein Vertrauensverhältnis, etwas, das sie von zu Hause oder in der Schule nicht kennen”, beschreibt Zollinger einen Grund, warum die jungen Leute so gern in die Albert-Einstein-Straße 20 kommen.
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