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Die Chemie hat wohl gestimmt: Verabschiedung von Hans Poth

Von: Werner Breuer
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Lobende Worte: OB Marcel Philipp verabschiedete Presseamtschef Hans Poth (rechts). Foto: Harald Krömer

Aachen. Der Traum des Hans Poth ging nicht in Erfüllung: Vor einigen Nächten hatte der scheidende Leiter des Presseamtes von seiner eigenen Verabschiedung geträumt. Gekannt habe er nur den OB und die Lokalchefs von AN und AZ. „Ansonsten nur wildfremde Leute“, erzählte Poth jetzt im Rathaus, „und alle so alt.“

Tatsächlich traf er am Donnerstag auf viele und nicht nur alte Bekannte. Nach einem launigen „Soft Opening“ der Zeitungsleute Achim Kaiser und Albrecht Peltzer, die unter anderem über Poths „Himmelfahrtskommando“ („wie er sich immer auf den Karlspreis freut“) witzelten, musste der Oberbürgermeister augenzwinkernd an die „Prinzipien des Hauses“ erinnern: „Normalerweise spricht der Hausherr zuerst.“

Marcel Philipp skizzierte nicht nur den beruflichen Werdegang des nun 66-Jährigen, der vor 41 Jahren als studierter Volkswirt bei der Stadtverwaltung angefangen hatte. Er beleuchtete auch den Beginn der Zusammenarbeit im Jahr 2009, als Philipp die Nachfolge von Jürgen Linden antrat und vor der Frage stand, ob denn wohl die Chemie stimmt zwischen dem OB und dem wichtigen Mann an der Spitze des Fachbereichs Presse und Marketing.

„Ich habe ihm gesagt, dass ich das noch nicht einschätzen kann und womöglich einiges strukturell und personell ändern werde – und ihn das betreffen kann“, erzählte Philipp, „so haben wir angefangen.“

Er musste immer ran

Die Chemie stimmte offenbar, denn bei den anstehenden Veränderungen war Hans Poth dann mit im Boot. Und dort stand er oft genug auf einem Posten, wo es nass wurde. „Wenn keiner ein Statement abgeben wollte, musste er ran“, erklärte der OB. Poth habe jedoch nicht nur reagiert, sondern vieles auch schon vorweggenommen. Und so gab es am letzten Arbeitstag nach 20 Jahren an der Spitze des Presseamtes höchstes Lob vom Verwaltungschef: „Einen loyaleren und besseren Leiter hätte ich mit nicht vorstellen können.“

Hans Poth quittierte die Lobeshymne mit der ihm eigenen Bescheidenheit: „Bei solchen Gelegenheiten werden immer freundliche Worte gefunden, das muss man nicht alles ernst nehmen.“ Seinen Job empfindet er auch nach 20 Jahren noch als das abwechslungsreichste, was die Stadtverwaltung zu bieten hat.

Dessen „Schattenseiten“ kennt er auch. „Wenn die Bürger nicht so entscheiden, wie die Politik das gerne hätte, nennt man das Kommunikationsproblem.“ Erlebt hat er das beim Bauhaus Europa und bei der Campusbahn. „Dann zieht man sich den Schuh an“, so Poth, „oder auch nicht.“

Die Chemie hat darunter offenbar nicht gelitten. „Es war eine schöne Zeit mit dem OB“, befand Poth. Philipp bescheinigte er einen „enorm menschlichen Führungsstil“.

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