Die CDU nimmt vor allem Peer Steinbrück ins Visier

Von: Peter Langohr
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Bundestagsabgeordneter Rudolf Henke, JU-Vorsitzender Markus Schmidt-Ott, Kreisverbandsvorsitzende Ulla Thönnissen und Wolfgang Königs (v.l.) stimmten die CDU auf das Wahljahr ein. Foto: M. Ratajczak

Aachen. Der CDU-Kreisverband Aachen-Stadt hatte zusammen mit dem Stadtbezirksverband Brand und der Jungen Union zum traditionellen Fischessen beim Politischen Aschermittwoch ins Restaurant Königs eingeladen. Ulla Thönnissen, die Vorsitzende des Kreisverbands, konnte etwa 90 Parteifreunde begrüßen, unter ihnen Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Für die Brander CDU stimmte Wolfgang Königs die Besucher auf das Wahljahr ein und fragte provokativ, ob man wirklich aus der Kontinuität der sicheren Hand, mit der das Land bisher geführt worden sei, aussteigen wolle. Bei diversen Fischgerichten mahnte Bundestagsabgeordneter Rudolf Henke eine Politik an, die sich an Werten orientiere. Seine Kritik galt dem Kanzlerkandidaten der SPD, Peer Steinbrück, und dessen „Rotationsgeschwindigkeit der Meinungen“ etwa in Sachen Rente mit 67 oder Betreuungsgeld.

Steinbrück, so Henke weiter, betreibe Schuldenpolitik. Neun Punkte nannte er für das künftige Handeln einer CDU-Regierung, wobei vor allem der neunte Punkt die anwesenden Kommunalpolitiker interessiert haben dürfte. Städte und Gemeinden sollen nämlich dadurch entlastet werden, dass die Kosten für die Grundsicherung im Alter komplett vom Bund getragen werden.

Dennis Radtke, Landtagsabgeordneter und Bundesvorsitzender der Jungen CDA, keilte derweil munter drauf los. Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen anzugehen, sei kein Problem. Egal, in welche Richtung man schieße, man lande immer einen Blattschuss. Die Truppe von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zeichne sich durch kollektive Verantwortungslosigkeit und maximale Bevormundung der Bürger aus. In der Politik komme es nicht darauf an, „dass das Erzählte reicht, sondern dass das Erreichte zählt“. Über Peer Steinbrück lästerte er, der gebe einen „hervorragenden Wintersportminister in Kamerun“ ab.

Markus Schmidt-Ott, Vorsitzender der Jungen Union in Aachen, nahm die Kommunalpolitik ins Visier und konstatierte, allen Parteien sei gemeinsam, Forderungen zu stellen, die Geld kosten. Der Wohlstand in unserem Land werde nicht immer weiter wachsen. Da heiße es, auf die Bremse treten, denn ein Abbau der Schulden sei dringend erforderlich. Nur eine konservative Partei sei in der Lage, den Wohlstand zu erhalten.

Zum Abschied klang den Besuchern noch das Schlusswort von Dennis Radtke in den Ohren: „Es braucht jeden Mann, jede Frau!“ Denn die Bundestagswahl im Herbst sei noch lange nicht gewonnen.

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