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Die Carolus Thermen werden zur Großbaustelle

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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Im orientalischen Bereich der Carolus Therme sieht es bereits kräftig nach Baustelle aus. Im Oktober soll der Bereich wieder eröffnet werden. Foto: Michael Jaspers
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Im orientalischen Bereich der Carolus Therme sieht es bereits kräftig nach Baustelle aus. Im Oktober soll der Bereich wieder eröffnet werden. Foto: Michael Jaspers
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Björn Jansen von den Aachener Carolus Thermen und Stamos Papas von den Roetgen-Thermen ziehen an einem Strang. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Einen Sommer im Beach-Club kann man sehr wohl auch in Aachen verbringen. Die Carolus Thermen werden im August den Sandbereich an ihrem Außenbecken zum knackigen Beach-Club aufrüsten, Cocktails nach dem Schwimmen im Pool gibt es dann an der Beach-Bar.

Doch wem die sommerlichen Temperaturen nicht ausreichen, um richtig ins Schwitzen zu kommen, dem bleibt ab dem 1. August nur noch das Dampfbad im Parterre-Bereich des Thermalbades an der Passstraße. Denn wie Thermen-Geschäftsführer Björn Jansen bestätigte, bedarf der nun 16 Jahre alte Saunabereich im obersten Stockwerk der Themen einer Generalsanierung. Veraltete Technik und verschlissene Materialen sollen, so erklärt Jansen, ausgetauscht und die Einrichtung wieder auf den neuesten Stand gebracht werden.

Nach 16 Jahren Dauerbetrieb und rund sieben Millionen Besuchern ist das Bedürfnis nach Neuem durchaus verständlich, auch wenn die Sanierung des Saunabereichs alleine 2,4 Millionen Euro kosten soll und bis Ende September dauern wird. „Dann aber werden wir dort oben wieder etwas zu bieten haben“, beteuert Jansen, der sich auf die Erneuerung freut, insbesondere auf die neuen Saunen und Dampfbäder.

Neben zwei neuen Dampfbädern im orientalischen Wellnessbereich, in dem jetzt bereits fleißig abgerissen wird, werden nun 16 statt wie bislang zehn Duschen zu finden sein. Jansen kündigte ein neues Tauchbecken im Außenbereich der Saunalandschaft an, dazu werden man, ebenfalls draußen, einen Eisbrunnen vorfinden, in dem sich die Saunagänger abkühlen können.

Eines der beiden Dampfbäder wird komplett gemacht neu sein, es wird zusätzlich eingebaut. Dem beim Saunieren mit 80, 90 oder 100 Grad Celsius heißen Temperaturen durchaus üblichen Fußsohlen-Brenneffekt auf dem nackten Boden will der Kurdirektor mit einer speziellen Fußbodenkühlung zu Leibe rücken.

Damit das alles nicht zu sehr ins Geld geht, werden die Planer die bisherigen Elektroöfen der Thermen-Sauna auf Gasheizung umstellen. Das koste zwar um die 90.000 Euro, rechnet Jansen vor, doch die Ersparnis sei trotz zwölf laufender Saunen pro Jahr etwa 40.000 Euro, die Anschaffung habe sich daher in gut zwei Jahren amortisiert.

Bauarbeiten im laufenden Betrieb hätten nicht zur Debatte gestanden, erklärte Jansen, das sei in diesem Preissegment nicht mach- oder erklärbar gewesen. An der Notwendigkeit der Sanierungen sei man jedoch nicht vorbeigekommen. Der Markt sei umkämpft, die Menschen sind mobiler geworden.

Umso wichtiger ist der Burgfriede mit der nahen Roetgen-Therme und ihrem Betreiber Stamos Papas für Jansen. Hatte es früher durchaus Konkurrenz gegeben, ist man nun längst zu einer gedeihlichen Kooperation übergegangen.

So bietet die Roetgen-Therme in Absprache mit Jansen für die Zeit des Umbaus der Einrichtung an der Passstraße den dortigen Saunagästen verbilligten Eintritt am Roetgener Postweg an. Statt der dort normalen 22,90 Euro für einen Tag in der Eifelluft müssen Karteninhaber der Carolus Thermen 15,40 Euro berappen. Für Menschen, die regelmäßig die Sauna aufsuchen, sei das ein gutes Angebot.

Wenn ab Oktober bei den Aufgüssen wieder Lemon-Duft oder der Geruch von Melone in die neuen Holztäfelungen der Saunen zieht, wird das Team um Jansen sich bereits den nächsten Coup vornehmen. Denn die gastronomischen Bereiche, etwa des Restaurants „Mediterraneo“, des „Lemon Grass“ oder des „Bella Vista“ sind schließlich gleichermaßen aus dem Jahr 2001, als kurz nach der Jahrtausendwende, als Aachens erstes modernes Thermal- und Wellnessbad an den Start ging. Die Gastronomieangebote sollen dann auf den aktuellen Stand der Technik und des Zeitgeistes gebracht werden.

Der derzeit angesagte Beach-Zeitgeist wiederum hält jedoch bereits im August Einzug im Außenbereich an der Passstraße. Für das richtige Flair eines Meerbesuches soll für die Gäste die sogenannte „Microsalt-Technologie“ zur Verfügung stehen. Wenn das echte, feuchte Meersalz schon nicht nach Aachen kommt, muss eben eine Trockensalz-Inhalation ausreichen.

Und nicht zu vergessen: Das Thermalwasser der berühmten Aachener Quellen steht wie seit 16 Jahren jedem Schwimmer im Hauptbecken der Anlage zur Verfügung, immerhin jährlich rund 330.000 Gäste wissen das zu schätzen.

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