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Die Campus-Nachbarn fürchten mehr Verkehr

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
campusgrafik
Auf Melaten (in der Grafik links zu sehen) wird das bestehende Hochschulgebiet fast verdoppelt; der Campus Westbahnhof erstreckt sich auf erheblichen Teilen der ehemaligen Gleisanlagen des alten Westbahnhofs. Eine neue Brücke soll zudem die beiden Hochschulentwicklungsgebiete verbinden und den durch tausende Arbeitsplätze entstehenden Verkehrsandrang an bestehenden Wohngebieten vorbei kanalisieren. Grafik: zva

Aachen. Große Sorge bereitet vielen Bürgern der geplante Ausbau des Campus Melaten. Anwohner der benachbarten Wohngebiete fürchten, dass sich die bereits heute zum Teil kritischen Verkehrsverhältnisse zusätzlich dramatisch verschlechtern.

Schon heute sei die Situation auf Straßen wie Seffenter Weg, Süsterfeldstraße, Valkenburger Straße oder Halifaxstraße nahezu unerträglich, klagten die Anwohner in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Laurensberg.

Die Politiker hatten durchaus Verständnis für diese Bedenken. Sie sprachen sich dafür aus, die zusätzlichen Verkehrsbelastungen in den Wohngebieten möglichst gering zu halten und gleichmäßig zu verteilen.

Ein Gutachten liefert verschiedene Varianten für die verkehrliche Anbindung des Campus Melaten. Laut Gutachter wurden dabei erstmals auch die Auswirkungen des zunehmenden Verkehrs auf das gesamte Stadtgebiet geprüft.

Auch wenn die Anbindung in erster Linie über Toledoring und Pariser Ring erfolgen soll, fürchten auch die Politiker, dass viele kleinere Straßen als Schleichwege missbraucht werden könnten.

Außerdem könnten sie als Parkraum attraktiv werden, wenn alternativ nur bewirtschaftete Parkplätze zur Verfügung stünden. „Wir wissen aus Erfahrung, dass bewirtschafteter Parkraum nur ungern in Anspruch genommen wird”, warnte Christian Krenkel (CDU).

Dass 70 Prozent der Wege zum Campus Melaten und später auch zum Bereich um den Westbahnhof voraussichtlich mit dem Auto zurückgelegt werden, empfindet Martin Knörzer (Grüne) als gewaltig. Hier seien alternative Angebote gefragt.

Laut Verwaltung hat die TH bereits eine interne Untersuchung in Auftrag gegeben, um solche Alternativen zu prüfen. Vorbild ist dabei das Industriegebiet Phoenix-West in Dortmund, das alternative Erschließungskonzepte liefert. „Vielleicht können wir Sie bald mit einer positiven Nachricht überraschen”, hieß es seitens der Verwaltung. Möglicherweise könne man von einem wesentlich geringeren Verkehrsaufkommen ausgehen, als zunächst angenommen.

Geplant ist schon jetzt der Ausbau eines Radwegenetzes zwischen Campus Melaten und Campus West. Außerdem soll es ein verbessertes Busangebot zum Campus Melaten geben.
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