Aachen - Die Blockflöte des Todes sucht den Dialog

Die Blockflöte des Todes sucht den Dialog

Von: Verena Richter
Letzte Aktualisierung:
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Die Blockflöte des Todes heißt im bürgerlichen Leben Matthias Schrei und kommt aus Berlin. Am Samstag spielt der Liedermacher im Hotel Europa in der Südstraße. Foto: Stock/Star-Media

Aachen. Blockflöten werden allgemeinhin gerne schon mal ein wenig belächelt, und bei manch einem wecken die Blasinstrumente zuweilen auch unschöne Erinnerungen an den Musikunterricht. Doch alles, was man über Blockflöten zu wissen glaubt, kann diejenigen getrost vergessen, die am Samstag, 28. Juni, ins Hotel Europa gehen.

Denn dort tritt die Blockflöte des Todes auf, und bei dem Namen wird schnell klar, Blockflöten können auch ziemlich interessant sein.

Die Blockflöte des Todes heißt eigentlich Matthias Schrei und ist ein Liedermacher aus Berlin. Der 33-Jährige ist ein echtes musikalisches Multitalent, Matthias Schrei spielt Klavier, Klarinette, Gitarre, Querflöte, Trompete, Bass, Schlagzeug, Orgel, Tuba und – natürlich – Blockflöte.

Neben dem handwerklichen Können hat der Musiker auch noch ein großes Talent für erstaunlich witzige Texte. Songs von Matthias Schrei sind gespickt mit ironischen Wortspielen, pointierten Formulierungen und sind meistens ziemlich schräg und nicht selten zotig derbe. Zwar singt Matthias Schrei durchaus davon, dass er noch nue FDP gewählt hat, aber wie bei anderen Künstler auch ist auch von der Liebe häufig die Rede. Aber er macht das auf eine sympathisch, skurrile Weise, die einfach mal anders ist. Da heißt es etwa: „Denn ich weiß aus deinem Tagebuch, dass du mir blind vertraust“. Oder „Ich bin ganz müde denn // ich hab Chlamydien“.

Der Musikstil lässt sich etwa im Pop- und Indiebereich einordnen, dominierend ist bei der Blockflöte des Todes – dem Namen zum Trotz – dann doch eher die Gitarre. „Mit der kann ich einigermaßen gut umgehen, Rezensenten behaupten sogar, ich könne das sehr gut, und untermale die Lieder mit sanftem Gezupfe, Country und Bossa Nova“, sagt Matthias Schrei.

Live sucht Matthias Schrei häufig den Dialog mit dem Publikum und singt auch schon mal einen Kanon mit den Zuhörern, was aber niemanden peinlich sein muss. Dieses Gefühl nimmt Schrei den Anwesenden ganz schnell, der gar nicht von einem Konzert sondern von einem Konzept spricht. Das interessante seien nämlich weniger die 20 Songs, sondern eher das, was zwischen den Liedern geschehen würde. Den Ablauf des Abends plant der Künstler daher gar nicht, sondern lässt alles auf sich zukommen. „Da hat das Publikum aber großes Mitspracherecht“, bemerkt Matthias Schrei.

Wer am Samstag dabei sein möchte, das Konzert im Hotel Europa beginnt um 21 Uhr.

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