Die Beiträge erhöht: Beim SV Eilendorf rumort es gewaltig

Von: Georg Dünnwald und Juliette Blot
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„Das Fußball-Pfingstturnier ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für den SVE“, bekräftigt Jugendleiter Herbert Hahn (r.). Vorsitzender André Lütz verteidigt die Beitragserhöhung für Kinder. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Beim Sportverein Eilendorf (SVE) rumort es. Denn einige Eltern sind gar nicht mit einer neu beschlossenen Beitragsordnung für ihre Kicker-Nachwuchs einverstanden. Am Pfingstwochenende soll zum 34. Mal das Pfingstturnier ausgetragen werden.

Von Freitag, 17. Mai, bis Montag, 20. Mai, wollen die 18- und 19-jährigen Junioren der A-Jugend bis hin zu den siebenjährigen Bambini auf dem grünen Kunstrasen des SV Eilendorf gegen Teams aus anderen Vereinen punkten. „Das ist ein Höhepunkt des Jahres für die Jugendabteilung“, sagt SVE-Chef André Lütz. Er ist sicher: „Das Pfingstturnier wird schön.“

Einigen Eltern allerdings bereitet ein Beitragsbeschluss des Jugendtages, „der Jahreshauptversammlung der eigenständigen Jugendabteilung“, der nach Auskunft von Lütz von der Generalversammlung des Sportvereins abgenickt wurde, Unbehagen. Der Jahresbeitrag von 90 Euro soll um 20 Euro erhöht werden, die zur Finanzierung des Pfingstturniers beitragen sollen. Der höhere Beitrag wurde bereits von den Konten der Eltern abgebucht, soll aber wieder zurückbezahlt werden, wenn die Eltern beim Pfingstturnier mitarbeiten. Wenn sie also am Grill die Würstchen braten oder Bier zapfen. Eltern, die nicht einverstanden sind mit dem Beschluss und die den erhöhten Beitrag zurückbuchen ließen, um dann den „Normalbeitrag“ zu überweisen, sperrten so unwissentlich ihre Kinder vom Turnier aus.

„Mangelnde Transparenz“

,,Wenn der Zusatzbeitrag nicht bezahlt wird, ist das Kind kein Mitglied mehr und ist nicht versichert. Demnach ist eine Turnierteilnahme ausgeschlossen“, begründet SVE-Vorsitzender André Lütz.

Mangelnde Transparenz, wirft Vater Horst Gonnermann dem Verein vor. Er habe sich nicht direkt mit den Eltern in Verbindung gesetzt, so dass diese von den Konsequenzen erst durch Dritte erfahren hätten. ,,Ehrenamtliche Unterstützung durch persönlichen Einsatz reicht dem SVE nicht mehr“, beschwert sich Gonnermann. Der Vater fragt auch, warum denn beispielsweise sein neunjähriger Sohn im „normalen Spielbetrieb mitmachen darf, aber nicht beim Pfingstturnier“.

André Lütz und SVE-Jugendleiter Herbert Hahn erklären dagegen: ,,Überwiegende Teile der freiwilligen Arbeitslisten für das Turnier bleiben leer.“ Das bedeute ein Dilemma bei der Versorgung der bis zu 6000 Gäste, die erwartet werden. Der Verein sehe keine andere Möglichkeit, als die Eltern zur freiwilligen Mitarbeit zu verpflichten.

Gonnermann kontert: „Die Abbuchung des erhöhten Beitrages durch den Verein ist rechtlich fragwürdig.“ Viele Eltern hätten sich beim Verein beklagt, als sie im Januar ein Schreiben über die Beitragserhöhung bekamen. „Die Beschwerden aber liefen ins Leere“, klagt Gonnermann. Jetzt wollen Lütz und Hahn die Eltern im April zu Klärungsgesprächen einladen.

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