Die Annaschule bleibt eine „singende Schule“

Von: Meike Hahn
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Lassen die Kinder an der Annaschule weiter singen: Dr. Martin Gerth überreichte eine Spende an Schulleiterin Elisabeth Tillessen, mit der die Musikpädagogik finanziert wird. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Annaschule kann das Schulprojekt „Singende Schule“ weiterführen. Durch die Spende von 2500 Euro ist es möglich, dass eine musikpädagogische Lehrerin die Grundschüler weiterhin unterrichtet. Für die Annaschule ist das Konzept „Jekiss“ (Jedem Kind seine Stimme) seit zweieinhalb Jahren ein sozial verbindendes Erfolgsmodell.

Es ermöglicht jedem Kind, unabhängig von seinem kulturellen, finanziellen oder familiären Hintergrund an einem musikpädagogischen Unterricht teilzunehmen. Die städtische evangelische Grundschule besuchen Kinder aus 30 verschiedenen Nationen. Neben der Lage im Herzen der Stadt war auch das einer der Gründe für den Rotary Club, die Annaschule zu unterstützen.

„Der Rotary Club ist ein internationaler Club, darum freuen wir uns, mit unseren Projekten Integration zu unterstützen. Und Musik bedeutet auch Integration“, erläutert der Vorsitzende des Rotary Clubs Aachen-Frankenburg, Dr. Martin Gerth.

Gezielte Stimmbildung

Das Geld kommt aus der Weihnachtsspende der 75 Mitglieder des Clubs. Alljährlich werden damit verschiedene kulturelle und soziale Projekte unterstützt. Dank dieser Spende können die Schülerinnen und Schüler bis zu den Sommerferien beitragsfrei an dem Musikunterricht teilnehmen. Die musikbegeisterten Kinder erhalten weiterhin eine gezielte Stimmbildung und studieren gemeinsam mit der Lehrerin anspruchsvollere Chorstücke ein.

Sonst kaum Zeit für Musik

„Wir müssen in unserer Gesellschaft auf die musikalische Bildung der Kinder aufpassen“, warnt die Leiterin der Grundschule Elisabeth Tillessen. Durch die offene Ganztagsschule seien die Kinder oft erst spät zu Hause, und danach bleibe wenig Zeit um zum Beispiel ein Instrument zu erlernen, erzählt die Pädagogin weiter.

Die Musikpädagogin kommt deshalb in die Schule und unterrichtet in der fünften und sechsten Stunde, ein Mal pro Woche zwei Chöre. So können die Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse ein gemeinsames Repertoire erarbeiten, das sie auch in die Klassen tragen.

„Mehrmals in der Woche führen die Chorkinder die Stücke der restlichen Klasse vor. So haben alle Kinder etwas von dem Projekt, und immer mehr Schüler werden mitgerissen“, erzählt die Rektorin. Für die Grundschule in der Jesuitenstraße bedeutet das einen emotionalen und sozialen Gewinn für die Schulgemeinde.

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