Aachen - Die „alte Dame“ ist noch lange nicht müde

Die „alte Dame“ ist noch lange nicht müde

Von: Kathrin Albrecht
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Aachen. Die Liebe zu Musik und Theater führte 1924 – auf Initiative des Aachener Juweliers Heinrich Steenaerts, einem passionierten Geiger des Aachener Instrumentalvereins – die ersten Mitglieder der Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde zusammen. In diesem Jahr feiert die alte Dame ihr 90-jähriges Bestehen.

Damit ist die Gesellschaft die älteste Initiative, die das Theater und das Sinfonieorchester unterstützen. Müde ist die „alte Dame“ allerdings nicht geworden, derzeit zählt die Gesellschaft 250 Mitglieder, regelmäßig finden von der Gesellschaft organisierte Konzerte statt.

Auch der runde Geburtstag wurde bereits mit einem Familienkonzert des Kinder-Orchesters NRW und einem Euregio-Konzert mit dem Jugendorchester des Sinfonieorchesters Aachen und dem Jugendorchester Amikejo mit Musikern aus der Euregio gefeiert. Thomas Beaujean, seit 2012 Präsident der Gesellschaft, zieht eine positive Zwischenbilanz: „Es ist bisher prima gelaufen, wir sind sehr zufrieden. Beide Konzerte waren gut besucht.“

Thomas Beaujean ist gespannt

Höhepunkt und Abschluss der Feierlichkeiten ist das Jubiläumskonzert „90 Jahre Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde“ am kommenden Samstag, 25. Oktober, dem Rahmen angemessen im Krönungssaal des Aachener Rathauses. „Das erwarte ich schon mit einer gewissen Spannung“, kommentiert Thomas Beaujean, nicht nur, weil er zum ersten Mal als Moderator des Abends agiert, sondern weil das Konzert die Schwerpunkte der Arbeit der Gesellschaft widerspiegelt.

Im Zentrum steht dabei die ideelle und materielle Förderung von Theater und Sinfonieorchester, die sich am sichtbarsten in der Finanzierung der Kammermusikreihe des Sinfonieorchesters Aachen im Spiegelfoyer des Theaters niederschlägt.

Als weitere Arbeitsschwerpunkte sind die musikalische Förderung der Jugend und die Verbindung von Musik und Kultur in der Reihe „Freitagsmusik“ hinzugekommen. Genau das bietet auch der Abend: Musik in Orchester- und Kammermusikerbesetzung und eine Lesung. Das Orchester der Musikschule der Stadt Aachen unter der Leitung von Thomas Beaujean eröffnet den Abend mit Werken von Henry Purcell und Wolfgang Amadeus Mozart.

Kulturdezernentin Susanne Schwier wird im Anschluss daran aus dem Roman „Kleiner König Hänschen“ von Janusz Korczak lesen. Zwischen den Passagen erklingen Werke von François Nademann, Samuel Pratt und Carlos Salzedo, gespielt von der Harfenistin Agnieszka Gralak. Musik von Wolfgang Amadeus Mozart schließt den Abend ab mit einem Quintett für Klarinette, zwei Violinen, Viola und Violincello.

Thomas Beaujean hofft auf eine ähnlich gute Resonanz wie bei den vorangegangenen Konzerten. Mit Blick darauf, wie wichtig Theater und Sinfonieorchester in der Aachener Kulturlandschaft gerade auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen sind, fügt er hinzu: „Ich würde mir auch wünschen, dass Mitglieder der anderen Initiativen das Konzert besuchen. Kooperation ist wichtig. Es wäre schön, wenn wir unsere Kräfte bei einigen Projekten bündeln können.“

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