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Die Alemannia leidet unter der frühen Anstoßzeit

Von: Holger Richter
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Aachen. Deutschland um 17.30 Uhr: Das ist die Zeit der Vorabendserien im Fernsehen, auch Boulevardmagazine werden werktags gerne um diese Zeit ausgestrahlt.

Aber Profifußball vermutet Otto Normalverbraucher dann eher nicht. Die Anstoßzeit, die die Deutsche Fußball-Liga (DFL) für Zweitligaspiele an einem Werktag festgelegt hat, hat sich immer noch nicht etabliert.

Das wird man auch am Mittwoch um 17.30 Uhr am Tivoli merken. Denn trotz des brisanten NRW-Duells gegen den VfL Bochum, bei dem es für die Alemannia schon fast um alles oder nichts im Kampf gegen den Abstieg geht, sind bislang nur 13.150 Tickets verkauft worden. Kein Wunder, schließlich arbeiten viele Fußball-Anhänger noch, wenn sie sich bereits auf den Weg zum Tivoli machen müssten, um pünktlich zum Anpfiff um 17.30 Uhr dort zu sein. Das gilt natürlich noch viel mehr für die Gästefans aus Bochum als für die Alemannia-Anhänger. So sind auch nur knapp 400 Eintrittskarten an Fans aus dem Ruhrpott verkauft worden. Die Alemannia rechnet mit insgesamt rund 700 Schlachtenbummler, die den VfL auf dem Tivoli unterstützen werden.

Für die Aachener Anhänger hatte sich der Klub die „Chef, gib mir Alemannia-frei”-Aktion ausgedacht, die dem Arbeitnehmer 50 Prozent Rabatt auf den Ticketpreis und dem Arbeitgeber eine Erwähnung auf der Videowand gewährt. „105 Firmen haben sich daran beteiligt”, zog Vereinssprecher Thorsten Pracht am Dienstagnachmittag eine erste Bilanz. Etwas mehr als 300 Tickets habe die Alemannia durch diese Aktion absetzen können. „Einige Unternehmen haben nur einen Arbeitnehmer gemeldet, andere dafür mehr”, berichtete Pracht.

Kassen öffnen um 15.30 Uhr

Alle übrigen Fußball-Freunde können sich noch bis vier Stunden vor Anpfiff im Internet unter http://www.alemannia-tickets.de oder ab 15.30 Uhr an den Stadionkassen an der Krefelder Straße eine Karte besorgen.

Die Aseag setzt wie immer Sonderbusse ein und verstärkt ihre Linien zum Tivoli. Aus dem Stadtgebiet und ab Aachen Bushof ist zudem der City-Shuttle zum Sportpark Soers unterwegs.

Nach Ende des Spiels ab 19 Uhr setzt die Aseag zusätzliche Gelenkbusse ein, die die Fans aus Stadt und Städteregion wieder nach Hause bringen.
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