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Diamanten ein Thema für die „Faire Woche”

Von: Anke Hinrichs
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Wollen mit fairem Handel Perspektiven schaffen und werben dafür mit 38 Veranstaltungen: Patricia Rodriguez, Nils van Rey und Monika Pursey (von links). Foto: Ralf Roeger

Aachen. Fair gehandelter Kaffe und Kakao sind bekannt, auch faire Süßigkeiten sind kein Fremdwort mehr. Und für all diese Waren gilt, dass sie unter menschenwürdigen Bedingungen ökonomisch und ökologisch verträglich hergestellt werden.

Aber wie sieht es mit fair gehandeltem Schmuck aus, den Edelsteinen und allen voran den Diamanten? Das ist das Thema der „Fairen Woche”, einer Aktion des Bündnisses Fairhandel(n) in Aachen, die mit 38 Veranstaltungen bis zum 27. September an den Standorten der Bündnispartner stattfindet.

Die „Faire Woche” gibt es in Aachen nun schon zum dritten Mal, diesmal heißt das Motto, angelehnt an die Wirtschaftskrise „Perspektiven schaffen - Fair handeln”.

„Wenn man fairen Handel im Kopf hat, muss man nicht nur an Zahlen denken, sondern auch an die Lebendigkeit, von der Händler und Verbraucher profitieren”, sagt Mona Pursey, die Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Eine-Welt-Forum.

Lebendig und ein Abend voller Diskussionen und Auseinandersetzung mit dem Thema „Diamanten” wird am Mittwoch, 16. September um 20 Uhr hoffentlich im Apollo-Kino stattfinden, denn das Programmkino in der Pontstraße zeigt den Film „Blood Diamond” mit Leonardo DiCaprio aus dem Jahr 2006, zum Eintrittspreis von vier Euro.

Der Film fokussiert die Geschichte zweier ungleicher Helden auf der Jagd nach Diamanten in dem afrikanischen Staat Sierra Leone, ein Staat, der Schlagzeilen macht mit Bürgerkrieg, Kindersoldaten - und Diamanten.

Die Auswahl des Filmes erscheint auf den ersten Blick ungewöhnlich, da sich das Bündnis bisher immer auf Dokumentarfilme gestützt hat, um sein Anliegen zu verdeutlichen.

Patricia Rodriguez, Mitarbeiterin im Bündnispartner Weltladen, begründet die Wahl: „Der Film greift den Facettenreichtum des fairen Handels auf und ist nicht nur belehrend, er transportiert die Botschaft, dass der Handel mit Diamanten den Bürgerkrieg in Sierra Leone unterstützt und damit auch die Maschinerie mit den Kindersoldaten.”

Der Titel besitzt vor allem Aussagekraft, Blut, Macht und Ungerechtigkeit sind im Spiel. „Im Allgemeinen fragen wir nicht nach, woher die Diamanten oder Edelsteine kommen, unter welchen Bedingungen sie geschürft wurden, wie viel Kinderarbeit dahinter steckt”, meint Pursey.

Dem schließt sich Nils van Rey, Assistent der Geschäftsleitung des Kinos, an: „Das Thema ist gut gewählt, Lebensmittel sind im Bewusstsein der Menschen angekommen, aber Schmuck nicht. Ich bin sehr gespannt, wie der Film angenommen wird.”

Kostenlose Kostproben

An diesem Abend schenkt der Weltladen fair gehandelten Wein im Apollo-Kino aus. Außerdem bietet der Laden in der Jakobstraße während der beiden fairen Wochen kostenlose Kostproben von fair gehandeltem Kaffee, Tee und Lebensmitteln während seiner Öffnungszeiten an.

Eine andere Facette des Themas Steine zeigt der Film: „Teure Schnäppchen - warum Steine immer billiger werden” , der am 23. September um 19 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche in der Frre- Roger-Straße 8-10 läuft.

Der Dokumentarfilm behandelt den Import von billigen Pflastersteinen aus Indien, die häufig von Kindern geschlagen wurden.

In diesem Zusammenhang ist auch die Wanderausstellung mit dem Titel „Jede Medaille hat zwei Seiten” zu sehen.

Sie wurde von dem Bündnis Fairhandel(n) hergestellt und nimmt Produktionsabläufe von in Ländern wie Indien und den afrikanischen Staaten gefertigten Spielwaren, Kleidung, Lebensmitteln und anderen Dingen unter die Lupe. Damit veranschaulicht die Ausstellung, unter welch katastrophalen und menschenunwürdigen Bedingungen diese Konsumartikel hergestellt wurden.

Zu jedem Thema zeigt eine Rubrik auf, wie eine menschenwürdigere Produktion stattfinden kann. Diese Ausstellung kann kostenfrei ausgeliehen werden unter 0241/89449560.
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