Deutsch-türkische Vereine informieren zu Studium und Berufswahl

Von: Margot Gasper
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Sie hoffen auf viel Resonanz: Eurotürk-Vorsitzender Reiner Bertrand, Alexandro Cocoral (Azubi bei Eurotürk), Ehrenamtlerin Reyhan Ekinci und Praktikantin Süeda Doğan. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Benim mesleim, benim geleceim.“ – „Mein Beruf, meine Zukunft.“ Unter diesem Motto informieren die deutsch-türkischen Vereine in Aachen am Sonntag, 9. Februar, in der Nadelfabrik am Reichsweg über Bildungs- und Berufswege. Sie wenden sich vor allem an junge Menschen aus Zuwandererfamilien und deren Eltern.

Die Aktion ist Teil der landesweiten Informationskampagne „Mit Ausbildung zum Erfolg“.

Reyhan Ekinci wird auf jeden Fall hingehen. Die Abiturientin will den Aktionstag nutzen, um sich über Studienmöglichkeiten zu informieren. Die junge Frau arbeitet ehrenamtlich bei der deutsch-türkischen Gesellschaft Eurotürk und hilft in diesen Tagen bei der Vorbereitung der Ausbildungsbörse.

Süeda Doan absolviert gerade ein Schulpraktikum bei Eurotürk. Bei der Achtklässlerin hat die Berufsorientierung noch etwas Zeit. Konkrete Vorstellungen hat sie aber bereits: Süeda Doan will Abitur machen und dann am liebsten Bauingenieurwesen studieren.

„Wir wollten in der Öffentlichkeit signalisieren, dass berufliche Entwicklung wichtig ist“, erklärt Eurotürk-Vorsitzender Reiner Ber­trand. „Wir wollen mit der Aktion die Jugendlichen aus Zuwandererfamilien erreichen, aber auch die Eltern, die ihre Kinder bei der Berufswahl motivieren und begleiten.“

Zahlreiche Experten werden am Sonntag in der Nadelfabrik für Informationen und Gespräche zur Verfügung stehen. Vertreten sind EDV-Fachleute, Verwaltungsfachangestellte, Diplom-Kaufleute oder Polizisten, um nur einige Berufe zu nennen. Viele der Referenten, die in der Nadelfabrik ihren Ausbildungsweg und ihren Beruf vorstellen, kommen selbst aus Zuwandererfamilien.

Sie kennen die Probleme aus erster Hand, mit denen sich junge Migranten häufig konfrontiert sehen. Für junge Leute, die noch überhaupt nicht wissen, wo es später beruflich hingehen soll, wird ein Berufsparcours aufgebaut, der hilft, eigene Neigungen und Stärken zu erkennen. „Wir wollen den jungen Leuten Mut machen“, betont Bertrand. Er weiß: „Viele haben es schwer auf dem Weg in den Beruf.“

Der OB ist Schirmherr

Reiner Bertrand macht gerade in Familien mit Migrationshintergrund auch Informationsdefizite aus. „Das deutsche System der dualen Ausbildung ist manchen Eltern nicht bekannt.“ Auch übers deutsche Schulsystem und seine Möglichkeiten gibt es beim Informationstag reichlich Informationen.

Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp nimmt auch am Informationstag teil. Für einen Berufsweg muss er sich nicht mehr entscheiden. Vielmehr ist der OB Schirmherr der Veranstaltung und wird zum Auftakt ein Grußwort sprechen.

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