Deutsch-chinesischer Austausch: 30 Jahre Adam-Schall-Gesellschaft

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
Gruppenbild mit Cheng Cheeg Zh
Gruppenbild mit Cheng Cheeg Zhu (sitzend), die den Festakt zum 30-jährigen Bestehen der Adam-Schall-Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit im Tonnengewölbe des Ratskellers mit traditioneller chinesischer Musik bereicherte. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Sie haben viel für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit getan.” Das Lob von Bürgermeister Björn Jansen gilt der Adam-Schall-Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit, die am Freitagabend im Tonnengewölbe des Ratskellers ihr 30-jähriges Bestehen feierte.

Das hört Präsident Udo Mattes natürlich gerne, sieht er die Aufgabe der Gesellschaft doch darin, den kulturellen Austausch zwischen Chinesen und Deutschen zu fördern.

Das Kennenlernen der Kultur des anderen, so Mattes, trage dazu bei, dass sich beide Seiten besser verstehen, Vorurteile abgebaut und Missverständnisse verhindert würden. Der kleine Vortrag traditioneller, chinesischer Musik während des Festakts war ein eben solcher Beitrag zur Völkerverständigung.

Gegründet wurde die Gesellschaft, als chinesische Studenten und Wissenschaftler vor mehr als 30 Jahren an die Hochschulen in Aachen und München kamen und sich herausstellte, dass sie „in vielerei Hinsicht Rat und Unterstützung benötigten”, blickte Mattes zurück. Einen Namen für die Gesellschaft habe man schnell gefunden. „Sie benannte sich nach Adam Schall von Bell, einem Kölner Jesuiten, der im 17. Jahrhundert als Missionar nach China ging und dort - wie wir heute sagen würden - Karriere machte”, so Mattes.

Welchen Weitblick die Gründer der Adam-Schall-Gesellschaft gehabt hätten, zeige die Zahl der heute in Aachen an der RWTH arbeitenden chinesischen Wissenschaftler und Studierenden, deren Zahl bei über 900 liege. „Wir helfen ihnen nicht nur, sich in unserem Land und in unserer Kultur zurechtzufinden, sondern lernen auch selbst chinesische Lebensweise und Kultur kennen”, betonte Mattes. In den vielen Jahren seien viele Freundschaften und dauerhafte Kontakte entstanden und der gegenseitige Besuch von Delegationen biete die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch über den kulturellen Bereich hinaus. So konnte Udo Mattes beispielsweise den Gesandten Botschaftsrat für Kultur von der Botschaft der Volksrepublik China, LI, Xin, begrüßen.

Ganz besonders herzliche Worte widmete er einem der Gründer und langjährigen Präsidenten der Adam-Schall-Gesellschaft, HansJosef Theissen, der am 26. September nach langjähriger Krankheit im Alter von 87 Jahren gestorben ist. Im Vordergrund seiner Arbeit habe der Aufbau von Beziehungen zwischen in Deutschland lebenden chinesischen Wissenschaftlern sowie Studenten und Deutschen gestanden. „Darüber hinaus entwickelte und pflegte er vielfältige Beziehungen zu China”, meinte Mattes.

Heute freue sich die Gesellschaft über ihre langjährige Freundschaft zur Verwaltungshochschule in Peking und über ein Freundschaftsabkommen mit der Shanghai Peoples Aossociation for Friendspip with Foreign Countries (SPAFFC). Die zahlreichen Aktivitäten machten einmal mehr deutlich, dass die deutsch-chinesische Zusammenarbeit keine Einbahnstraße sei, so Mattes.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert