Derby-Zeit in Eilendorf: Am Ende jubelt der SV

Von: Dagmar Meyer
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Hatten vor dem Anstoß und nach dem Schlusspfiff beste Laune. Die Fans vom SV Eilendorf durften am Samstag einen 6:0-Derbysieg bei der Arminia feiern. Foto: Dagmar Meyer
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Großer Zuschauerandrang beim Eiledorfer Derby zwischen der Arminia und dem SV: Die besten Szenen gibt es im Internet auf „FuPa.net“.

Aachen. Nach einer spannenden und aufregenden Fußballsaison 2012/13 mit dem „Wunder von Eilendorf“, das diesen Stadtteil zum so genannten „Dorf der Landesligisten“ werden ließ, fieberten die Fußballfans am Samstagabend dem ersten Spieltag der Saison 2013/14 in Eilendorf mit besonderem Interesse entgegen. Es war Derby-Zeit: Arminia gegen den SV stand direkt zu Beginn der neuen Saison auf dem Spielplan.

Und zur Krönung des Ganzen, gewann das „Dorf“ auf der Amateurfußball-Plattform „FuPa.net/aachen“ auch noch das „Spiel des Monats“, so dass die besten Szenen des Lokalderbys“ in einem Zusammenschnitt im Internet zu sehen sind.

„Wir haben es geschafft, dass das so entschieden wurde“, lächelte Andreas Lütz, Präsident vom SV Eilendorf, und blickte zufrieden über den Sportplatz von Ligakonkurrent Arminia. „Wir haben in beiden Vereinen Werbung gemacht, dass alle das Spiel anklicken mögen“, unterstrich er.

Allerdings strömten dann statt der erwarteten 1000 doch „nur“ rund 600 Fußballinteressierte in das Stadion an der Brander Straße. Aufgrund des Wetters – am Samstagnachmittag regnete es vor dem Spiel ziemlich stark – und der Sommerferien blieb die Zuschauerzahl doch etwas hinter den Erwartungen zurück.

Groß und Klein – teilweise mit Hunden – wollten beim Ortsderby unter dem Motto „Wer ist die Macht in Eilendorf?“ live mit von der Partie sein. Einige hatten auch einen Regenschirm dabei, den sie glücklicherweise während des Spiels nicht benötigten.

„Wir freuen uns, immerhin hat es das Derby auf Landesligaebene noch nie gegeben“, sagte Kurt Dahmen, Präsident von Arminia Eilendorf noch vor dem Anpfiff. Am Ende war die Freude etwas gewichen, sein Klub unterlag dem SV 0:6.

Zu Fuß gekommen

Auf die Parkplatzsituation angesprochen, mutmaßte er, dass die Eilendorfer durchweg wohl zu Fuß gekommen seien – sowohl den Arminia- als auch den SV-Anhängern sei ja bekannt, dass es schwierig sei, hier Parkplätze zu finden

Rund um das Spielfeld herum sammelten sich die Fans – und das nicht streng getrennt. „Man kennt sich ja. Die Plätze liegen etwa zwei Kilometer auseinander und man macht am Wochenende auch mal was zusammen“, sagte SV-Fans Tobias Schmitz. Und „natürlich habe ich mit abgestimmt. Es ist schön zu wissen, dass das Spiel aufgenommen wird. Das Derby ist ein Gewinn für die Region und Hingehen ist für mich Pflicht“, betonte der 22-Jährige.

Und dies gilt anscheinend nicht nur für Anhänger. Auch Sebastian Schlenter fand den Weg ins Stadion. Der 28-jährige Haarener, der jetzt in Eilendorf wohnt, ist sehr fußballinteressiert. Er geht regelmäßig zum Tivoli. Und ist natürlich jetzt auch in Eilendorf immer auf den Plätzen. Hier gehört keinem Verein seine besondere Sympathie, er fiebert mit beiden Vereinen mit. Es mache Spaß, mit anderen gemeinsam ein Spiel anzusehen, sich zu unterhalten und ein kühles Getränk zu genießen.

Laura Hensel hingegen sympathisiert mit Arminia. Das hat auch einen besonderen Grund. Schließlich ist die 24-Jährige liiert mit Spieler Thorsten Kuczinna. Und deshalb ist sie bei vielen Spielen dabei und unterstützt die Arminia. Das Derby jedoch sei generell etwas besonderes.

Verhungern und verdursten musste während des Spiels auch niemand. Es lockten Bratwürste mit Brot. Und die Getränke wurden einem sogar am Stehplatz serviert. Jugendliche von Arminia zogen im Bollerwagen ihren Runden um den Platz und boten den Gästen Getränke an. Die SV-Anhänger feierten lautstark den 6:0-Kantersieg, während Landesliganeuling Arminia jede Menge Lehrgeld zahlen musste.

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