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Der schlechte Mensa-Ruf soll endgültig vorbei sein

Von: Martina Stöhr
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Lassen es sich in der neuen Mensa schmecken: Björn Jansen, Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks Aachen, FH-Rektor Marcus Baumann, RWTH-Kanzler Manfred Nettekoven (v.l.) und Dirk Reitz, Geschäftsführer des Studentenwerks (r.). Foto: Heike Lachmann

Aachen. Hervorragendes Essen zu guten Preisen und eine helle, gemütliche Atmosphäre machen die Mensa Academica aus, so der Tenor der vielen Redner bei der offiziellen Einweihung der neuen Räumlichkeiten in der Turmstraße.

Seit Anfang der Woche haben Aachens Studenten die neue Mensa längst im Sturm erobert: Bis zu 5000 Essen wurden täglich ausgegeben, erklärt Björn Jansen, Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks Aachen.

Ob schnell oder langsam, ob vegetarisch oder vegan: Für jeden Geschmack sei etwas dabei, führte Manfred Nettekoven, Kanzler der RWTH Aachen aus. Eine gute Mensa ist seiner Meinung nach wichtig für die studentische Lebensqualität. Immerhin würden über 80 Prozent der Studenten regelmäßig dort essen. Der allgemein schlechte Ruf des Mensaessens soll mit der Aachener Mensa Academica endgültig der Vergangenheit angehören. Und damit dürften auch die Erinnerungen aus den 1970er Jahren von Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, ad acta gelegt werden. „Essen wie bei der Bundeswehr bei einer Auswahl zwischen nur zwei Gerichten: Das war einmal“, meinte er.

Doch bis zu der neuen Mensa an der Turmstraße war es ein weiter Weg. Die Standortfrage, die Zwischenlösung mit dem Umzug ins Zelt und der Umbau selbst bereiteten allen Beteiligten immer wieder Kopfzerbrechen. Ganze acht Jahre wurde geplant, weitere zwei waren für die Umbauarbeiten notwendig. Die alte Mensa wurde entschlackt und völlig neu gestaltet: Das Gebäude bekam vier Aufzüge, ein Blockheizkraftwerk, eine effiziente Belüftung und eine hochmoderne Küchenausstattung. Durch entsprechende Dämmung wurde auch die Akustik verbessert. „Und neue Fenster in den Fassaden sorgten für mehr Licht in den Räumen“, führte Jochen Kühn, Bereichsleiter Gebäudemanagement des Studentenwerks Aachen aus.

Der warme gelb-rote Fassadengürtel gebe dem Gebäude ein ganz neues städtebauliches Gewicht, meinte Thomas Zehnfennig, Geschäftsführer der nbp Architekten, und überreichte dem Studentenwerk symbolisch einen zum Verzehr geeigneten Riesenschlüssel. Die Gäste der Einweihungsfeier hatten im Anschluss selbst Gelegenheit, den „Marktplatz“ der Mensa kulinarisch kennenzulernen.

Laut Stefan Grob, Deutsches Studentenwerk, spielt heute immer mehr auch die soziale Infrastruktur bei der Wahl des Studienortes eine Rolle. Gute Mensen und ausreichend Wohnraum für Studenten seien in diesem Sinne unerlässlich, betonte er. In diesem Sinne freuen sich Aachens Universitäten über die neue Mensa. Ihr ausdrücklicher Dank galt all jenen, die zum dem Gelingen des Projektes beigetragen haben.

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