Aachen - Der richtige Weg zum Traumjob

Der richtige Weg zum Traumjob

Von: Katarina Fenske
Letzte Aktualisierung:
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Rege Nachfrage auf der 1. Berufsbörse „Pimp your Future”: Zahlreiche Jugendliche mit Migrationshintergrund nutzten die Chance, sich in der Luise-Hensel-Realschule über Berufe und weitere Ausbildungswege zu in- formieren. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Was soll ich bloß nach der Schule machen? Welcher Beruf ist der richtige für mich und welche Voraussetzungen muss ich dafür mitbringen?” Diese Fragen stellen sich viele Jugendliche, die ihren Schulabschluss in der Tasche haben, beziehungsweise kurz davor stehen.

„Besonders Schüler mit Migrationshintergrund haben es da oft schwer. Viele von ihnen denken, dass sie aufgrund ihrer ausländischen Herkunft sowieso nicht so viele Chancen wie ihre deutschen Mitschüler haben”, meint Omar Allaoui.

Um dies zu widerlegen, hatte er als Projektleiter die 1. Berufsbörse „Pimp your Future” mitorganisiert. In der Luise-Hensel-Realschule hatten ältere Schüler und Schulabgänger am Samstag die Möglichkeit, gut 75 Aussteller mit Fragen zum Traumberuf zu löchern.

Breites Angebot

Eine Vielfalt von handwerklichen bis hin zu akademischen Berufen war auf der Börse vertreten. Zahntechniker, Polizeibeamte, Goldschmiede und viele weitere Vertreter informierten die Jugendlichen im persönlichen Gespräch über ihr Fachgebiet.

„Es ist uns wichtig, dass die Aussteller selbst einen Migrationshintergrund haben und jung geblieben sind. Wenn sich die jungen Leute mit den Ausstellern identifizieren können, ist es wahrscheinlicher, dass sie diese als Vorbilder sehen”, erklärte Omar Allaoui.

Aus diesem Grund war auch Mayssoun Zein Al Din von „Open Door International” als Ausstellerin dabei. Bei ihr konnte man sich über Auslandsaufenthalte in aller Welt informieren. „Es ist wichtig, den Jugendlichen mehr Selbstbewusstsein zu geben. In meiner Vorbildfunktion hier bei der Berufsbörse möchte ich sie motivieren, indem ich erkläre, dass ihnen alle Möglichkeiten offenstehen”, sagte sie. „Sie sollen hier aber auch das Wissen mitnehmen, dass sie beispielsweise in der Schule Gas geben müssen, um ihren Traumberuf verfolgen zu können”, fügte Omar Allaoui hinzu.

Aber auch die Informationen über die einzelnen Berufe kamen nicht zu kurz. „Ich kann meine Berufserfahrung an die jungen Leute weitergeben. Das finde ich ganz wichtig, um ihnen bei der Berufswahl zu helfen”, begründete Murat Culaydar, Vertreter der Sparkasse, seinen Stand bei „Pimp your Future”.

Das rege Treiben bei der Informationsveranstaltung deutet auf einen großen Erfolg hin. Auch die angebotenen Workshops zum Bewerbungstraining wurden gut angenommen.

„Ich kann hier alles Mögliche erfahren. Für mich ist das besonders wichtig, weil ich so viele Interessen habe. Vielleicht weiß ich dann nachher, was mir am meisten liegt”, sagte Souheila Benhassen, Schülerin des Couven-Gymnasiums, begeistert. So hatte sie sich bereits bei der Studienberatung und bei den Ständen der Chemiker und der Sozialarbeiter informiert. „Jetzt weiß ich schon mal, dass Chemikerin wirklich nichts für mich ist”, erklärte sie lachend.
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