Aachen - Der Regen hat die Lage am Weihnachtsmarkt entspannt

Der Regen hat die Lage am Weihnachtsmarkt entspannt

Von: Nils Heinichen
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Bilderbuchwetter am Samstag: Ungezählte Busse aus vielen Regionen Deutschlands und den Nachbarländern brachten die Touristen zum Weihnachtsmarkt. Foto: Ralf Roeger
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Etwas entschärft: Dennoch erwies sich die Engstelle zwischen Dom und St. Foillan am Samstag erneut als schwer passierbar. Wartende an einer Frittenbude blockieren vielfach den Weg. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Gastwirt Alwin Fiebus hat bereits dafür gesorgt, dass mit der 90-Grad-Drehung seiner Flammkuchenbude etwas mehr Platz für die Besucherströme vom Münsterplatz in die Krämerstraße entsteht. Und auch die Bäckerei Nobis trug mit dem Abbau des Außengastronomiebereichs dazu bei, dass sich die Lage vor St. Foillan etwas entspannen konnte – eigentlich. Denn am vergangenen Wochenende zeigten die Maßnahmen nur bedingt Erfolg. „Hier war zum Teil gar kein Durchkommen mehr“, berichtet ein Sicherheitsbeauftragter. „Das war je nach Uhrzeit wirklich extrem“, ergänzt er.

Manfred Piana, Geschäftsführer des Märkte- und Aktionskreises City (MAC), schätzte die Lage am Wochenende nicht gar so dramatisch ein. „Bei einem großen Ansturm kommt es in solchen engen Gassen, wie Aachen sie hat, eben schon einmal zu einigen Staus“, erklärt er. „Diese Straßen machen Aachens Altstadt schließlich aus“, fügt er hinzu.

Bei schönem Winterwetter strömten die Menschen vor allem am Samstag in Scharen in die Stadt. Die großen Einfallstraßen waren früh verstopft, an vielen Kreuzungen herrschte Stillstand, an den Parkhauszufahrten mussten Lotsen den Verkehr regeln und Autofahrer vielfach abweisen.

Das große Aufgebot an Sicherheitspersonal und Ordnungskräften hatte folglich auch im Zentrum alle Hände voll zu tun. Nur mühsam kamen Weihnachtsmarktbesucher und Passanten vom Münsterplatz in Richtung Markt. „Teilweise ging es nur in eine Richtung, aber selbst dann nur sehr schleppend“, berichtet eine Beobachterin.

Problematisch sei unter anderem die Menschenschlange vor der Frittenbude gegenüber der Kirche St. Foillan. Hier blockierten hungrige Anstehende die ohnehin schon sehr schmale Passage der Krämerstraße. Viele Besucher blieben auch nach Erhalt ihrer Speise an Ort und Stelle stehen und erschwerten somit zusätzlich ein einigermaßen reibungsloses Weiterkommen. „Das, was wir gemacht haben, hat ganz gut funktioniert und das obwohl so viele Menschen in der Stadt waren“, versichert Piana. „Wir hatten immer viele Sicherheitsleute vor Ort.“

Am verkaufsoffenen Sonntag, an dem die Verantwortlichen des Weihnachtsmarktes und der Stadt Aachen noch mehr Besucher erwartet hatten, ging es glücklicherweise entspannter zu – was wohl in erster Linie dem schlechten Wetter geschuldet war.

„Erfolgreicher Tag“

„Heute ist alles ruhig und entspannt. Es sind zwar trotz des Regens noch viele Besucher gekommen, aber es gibt keine Probleme“, versichert ein Mann vom Ordnungsamt. Auch der MAC-Geschäftsführer blickt auf einen entspannten zweiten Advent zurück. „Es war zwar regnerisch und etwas ruhiger, aber für den Handel dennoch ein erfolgreicher Tag“, resümiert Piana. Bei ähnlich herrlichem Wetter wie am Samstag hätte es sicherlich mehr Schwierigkeiten gegeben.

Für den Montag steht eine weitere Besprechung zwischen Ordnungskräften und Verantwortlichen des Weihnachtsmarktes an, um für die beiden weiteren Advents-Wochenenden gerüstet zu sein. Spielt das Wetter dann nicht erneut in die Karten der Sicherheitsleute, könnte die Situation wieder schnell problematisch werden.

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