Aachen - Der Pocketpark soll lebendig werden

CHIO-Header

Der Pocketpark soll lebendig werden

Von: Nils Heinichen
Letzte Aktualisierung:
5701411.jpg
So soll das künftig aussehen: Nicht leer und trostlos, sondern bevölkert von gut gelaunten Anwohnern. Die können bei der Neugestaltung des Pocketparks sogar helfen und Vorschläge machen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Pocketpark zwischen Matthiashofstraße und City Center gilt als Problemzone. Keine Beleuchtung, keine Sitzgelegenheiten und viel Kriminalität lassen ihn zu einem Bereich werden, der von den meisten Aachenern möglichst gemieden wird. Doch das soll sich in naher Zukunft ändern.

„Das ist ein schwieriges Terrain, ein Problemviertel. Hier muss dringend etwas gemacht werden“, sagt Renate Prömpeler vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen. Mit der Hilfe von Aachener Architektur-Studierenden und kreativen Ideen der Bürger möchte die Stadt das Gelände neu gestalten.

„Die Stadt ist auf uns zugekommen und hat uns um Mithilfe gebeten. Wir wollen den Park nun zusammen wiederbeleben“, erzählt Veronika Stützel, Mitarbeiterin am Lehrstuhl Landschaftsarchitektur der RWTH. „Die Bürger können Wünsche äußern und zusammen mit uns und der Stadt den Park verschönern“, ergänzt sie. Dazu veranstalteten die Studierenden zusammen mit der Stadt einen Aktionstag im Pocketpark, um Aufmerksamkeit und Interesse bei den Bürgern zu erzeugen.

Sicherheit ist wichtig

Luftballons hoben die verwinkelten Eingänge zum Park hervor, grüne Sitzinseln aus Holzpaletten und Kunstrasen entstanden bei einer Mitmachaktion und bildeten erste Sitzgelegenheiten. „Wir wollen die Quartiersbewohner in die Planungen einbeziehen und sie an der Gestaltung teilhaben lassen. Wir lassen uns von den Ideen inspirieren“, erklärt Prömpeler.

Um ein aussagekräftiges Stimmungsbild einzufangen, führten die Studierenden Umfragen durch, um die Wünsche der Anwohner entgegenzunehmen. Zwar steht die Auswertung der Fragebögen noch an, allerdings sind die ersten Verbesserungsvorschläge bereits durchgedrungen, wie Student Peter Wackers berichtet. „Für die Leute ist das Stichwort Sicherheit sehr wichtig. Das ist auf jeden Fall ein Thema, das wir angehen wollen“, so der Architektur-Student. „Viele Anwohner fühlen sich im Dunkeln unwohl“, fügt er an. Erste Beschlüsse von Seiten der Stadt, die zur Verbesserung der Sicherheit beitragen sollen, stehen bereits fest.

„Unabhängig von den Wünschen der Bürger ist bereits sicher, dass der Pocketpark eine vernünftige Beleuchtung bekommt“, sagt Renate Prömpeler. Darüber hinaus soll der riesige Sandkasten wegkommen. Stattdessen soll eventuell eine einheitliche Rasenfläche entstehen. „Wir sind jedoch sehr offen für die Nutzungsmöglichkeit. Die Bürger haben ein großes Mitspracherecht“, betont sie.

Mit dem Aktionstag ist der Startschuss für die Wiederbelebung des Pocketparks gefallen. „Das Interesse war groß. Viele Bürger waren neugierig“, erzählt Veronika Stützel. Erste Baumaßnahmen sollen im Sommer bis Herbst erfolgen. „Wir brauchen Zeit. Wichtig ist, dass wir ein gutes Konzept haben“, schildert Prömpeler. Mit und mit soll der Pocketpark dann verschönert werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert