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Der Öcher Prinz ist ganz stolz aufs Zepter

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Prinz Bernd I. ist stolz auf sein Zepter, das Goldschmied Benedikt Förster entworfen und meisterhaft gefertigt hat. Der AKV-Senat schenkt der Öcher Tollität traditionell das Zeichen der Würde. Foto: Ralf Roeger
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Die Senioren fühlten sich beim karnevalistischen Nachmittag der Soerser Schützen gut unterhalten. Foto: Günther Sander
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Die 1000 Puffele hatten die Waschweiber der Börjerwehr mit prominenter Unterstützung schnell an den Jeck gebracht. Foto: Ralf Roeger
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Ihre neue CD stellten jetzt die Mitglieder der Stimmungsband „De Spetzbouve“ in den Verkaufsräumen der Mayerschen Buchhandlung vor. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Fest hält er das Zepter in der Hand, seine Augen funkeln noch immer, wenn er es betrachtet. Mit Stolz trägt er die Kette an der Brust. Zwar liegt seine Proklamation als Prinz Karneval schon ein Weilchen zurück, aber auf seine Insignien ist Narrenherrscher Bernd I. immer noch besonders stolz.

Für ihn war es eine große Überraschung, als ihm Rolf Lücker sein Zepter während der Proklamation unter Konfettiregen in die Hand drückte, denn das Design konnte er vorher nicht begutachten. „Das war schon ein überwältigender Moment“, erzählt er.

Jetzt besuchte der Prinz den Ursprung jener Wahrzeichen, die Goldschmiede Förster, zusammen mit seinem Hofstaat und AKV-Senatsmitgliedern unter der Führung von Senatspräsident Rolf Lücker. Denn der Senat sponsert jedes Jahr die edlen Stücke. Auch beim Prinzenkorps bedankte der Prinz sich recht herzlich. „Damit wirst Du auch nach der Session immer an uns denken, da freuen wir uns“, sagt Rolf Lücker begeistert. In der kleinen Familienschmiede am Klosterplatz in der Nähe des Aachener Doms wird es mit den vielen eingeladenen Menschen ganz schön eng. Aber so geht es gleich zum Schunkeln über.

„Ich habe mich vorher nur mit Benedikt Förster getroffen und von mir und meinen Vorstellungen erzählt“, sagt Prinz Bernd I. und dreht stolz sein Zepter. Mit dem Ergebnis ist er mehr als zufrieden: In einer Gondel, die auf einem rot-weißen venezianischen Pfahl steckt, steht ein dreifarbiger, in AKV-Farben gehaltener Kaiser Karl als Gondoliere. Im Boot sind Bernd Marx’ Orden in Miniatur untergebracht und außen glänzen drei kleine Sterne, die eine ganz persönliche Bedeutung haben.

„Die stehen für seine Titel des deutschen Meisters im karnevalistischen Tanz“, sagt Förster, während Bernd Marx nickt: „Da habe ich mich sehr gefreut“. Die Kette, die seinen Prinzenorden hält, besteht aus kleinen venezianischen Masken, die mit rot-weißen Pfählen als Glieder verbunden sind. In die Masken sind die Namen der Hofstaatsmitglieder eingraviert. „Das war mehr als nur eine Meisterprüfung“, scherzt Rosemarie Förster, Benedikt Försters Mutter, die ebenfalls Goldschmiedin ist.

In mehreren Phasen hat Förster Zepter und Kette entworfen, alleine vier Wochen hat die Umsetzung in Aluminium und Messing gedauert. Auch den Stab des Bajazzo, des Hofnarren Norbert Kriescher, hat er an seinem Tisch, der heute mit AKV-Fähnchen geschmückt ist, angefertigt. Nach der Session darf Bernd Marx sein Zepter und seine Prinzenkette behalten. Einen Ehrenplatz in einer Vitrine im Wohnzimmer sollen sie erhalten.

„Mit unseren neuen Liedern wollen wir gern das Gemeinschaftsgefühl der Öcher vergrößern“, erklärt Karl Scheider, Leadsänger der Aachener Stimmungsband „De Spetzbouve“. Die sechs Musiker präsentierten jetzt mit einem Live-Konzert ihre dritte CD „Öcher wie vür“. Die ist bereits der Renner bei den Fastelovvendsfans, auch im närrischen Terminkalender ist die Truppe gut gebucht. „Wir sind eine der wenigen Bands in Aachen und der Städteregion Aachen, die ihre Lieder auch live auf der Bühne spielt“, erzählt Hanno Dahmen, Gitarrist und Sänger der Truppe. Leo Leuchtenberg ist am Schlagzeug dabei, Karl Merten ist der Keyboarder, Hein Bonn Bassist und Ralf Kammer Percussionist.

Gegründet 1999 von Mitgliedern der Prinzengarde Brander Stiere, Ralf Kammer, Guido Runkelund Karl Scheider, spielt die Band nun seit vier Jahren in der aktuellen Besetzung. Mit ihren Gassenhauern und ihren roten Outfits stehen sie für gute Laune und sind eine echte Stadtteilband. Neben den vielen Auftritten auf großen Bühnen vergessen die sechs Musiker niemals ihre Heimat Brand. Neue Lieder wie „Die Öcher sönd doe“, „Samba Aix La Chapelle“ oder „Pratschjeck“ werden bereits in allen Sälen mitgesungen. Nie fehlen dürfe aber auch das kultige „Der Puff es pleite“, sagt Scheider. Beim Festival der Öcher Lieder im Eurogress, vor allem aber am Fettdonnerstag und am Karnevalssamstag kann man die Spetzbouve noch bei vielen Veranstaltungen erleben.

Der Kugelbrunnen an der Adalbertstraße hatte sich in eine schwarz-gelbe Partymeile verwandelt. Bei der 9. Puffelparade der Stadtwache Oecher Börjerwehr gingen 1000 Puffele für den guten Zweck weg. In nur 80 Minuten hatten die Waschweiber der Börjerwehr mit prominenter Verstärkung von Pastor Claus Wolf von St. Adalbert, Prinz Bernd I. und Märchenprinz Paul II. das beliebte Fettgebäck verkauft. Trotz Regen und Sturm waren nämlich viele jecke Öcher gekommen, um das karnevalistische Programm auf der Truck-Bühne der Börjerwehr zu verfolgen.

Für die Fastelovvends-Fans und viele „zufällige“ Passanten gab es ein riesiges Spektakel. Auch Glühwein und Erbsensuppe wurden zur Stärkung gereicht. Die KG Burtscheider Lachtauben hatte ihre brasilianische Samba-Show mitgebracht und verbreitete obendrein noch Stimmung mit einigen Kult-Schlagern und Mallorca-Liedern. Die mit der Börjerwehr befreundeten Musketiere Hilden hatten sicher die weiteste Anreise zum Kugelbrunnen und freuen sich bereits nächste Woche über einen Gegenbesuch der Schwarz-Gelben.

Etwas ganz Besonderes hatte der Karnevalsausschuss Setterich mitgebracht, nämlich seine Marktprinzessin Anne I. (Göbbels) und Kinderprinzessin Alina II. (Kochs). In Setterich halten die Frauen das Zepter in der Hand. Darüber hinaus begrüßte Börjerwehr-Kommandant Michael Hommelsheim den KV Immer Plaaan und die KG Hooreter Frönnde. Der Reinerlös der Benefizaktion fließt der Jugendarbeit von St. Adalbert zu.

Die Schützenbruderschaft Soers hatte zur alljährlichen Karnevalsveranstaltung des Freundschaftstages für Senioren eingeladen. Senioren aus St. Raphael und des CMS-Heimes an der Schurzelter Straße nahmen teil. Musikalisch wurde der Nachmittag von Alleinunterhalter Hubert Kohl gestaltet. Sofort begann das Programm mit der Ankunft des Aachener Märchenprinzen Paul II. Anschließend erschien der Verein Närrische 11 aus Forst mit Tanzgruppen, Kindermarie, Jugendmarie und der Garde mit ihrem Tanz.

Als nächster Programmpunkt standen die Burtscheider Lachtauben an. Ein Höhenpunkt des Nachmittags war der Auftritt des „großen“ Prinzen Bernd I. mit seinem Hofstaat. Er und seine Mannschaft brachten die Senioren dazu, kräftig mitzusingen. Zum Schluss unterhielt „D‘r Tulpenheini“.

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