Aachen - Der OB kommt und hört zu

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Der OB kommt und hört zu

Von: Holger Richter
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Der Kirche St. Laurentius star
Der Kirche St. Laurentius startet der Stadtteilspaziergang mit Oberbürgermeister Marcel Philipp. Der OB ist nach Laurensberg gekommen, um sich die Anliegen und Sortgen der Bürger anzuhören. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Ich will heute gar nicht viel reden, sondern zuhören”, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp zu Beginn des Stadtteilspazierganges durch Laurensberg am Mittwochabend. Und das tat er dann auch.

Auf dem Weg von der Pfarrkirche St. Laurentius über Gut Barriere die Rathausstraße hinab ins Schützenheim der St. Laurentius-Schützen zu Kaffee und Printen und weiter zum Weihnachtsbaum vor der Gaststätte „Zur Post” erzählten Laurensberger Bürger, Bezirksvertreter und Funktionsträger ihm ihre Sorgen und Anliegen.

So wünschte sich die Schulleiterin der Grundschule zwei Elternhaltestellen, ein Bürger ärgerte sich, dass die Sichtachsen auf die St. Laurentius-Kirche zugebaut werden, der Seniorenrat forderte einen Raum für einen Bürgertreff und Bezirksbürgermeister Christian Krenkel befürchtete eine noch größere Zunahme des Verkehrs auf der Rathausstraße - vor allem wegen des neuen Campus der RWTH und den damit verbundenen Neubaugebieten, wie der Richtericher Dell. „Die Verkehrsströme sollten aufgenommen werden in eine Art Verkehrsmasterplan für Laurensberg”, forderte Krenkel.

OB Philipp versprach, das bei den Campus-Plänen zu berücksichtigen. Und dann redete er doch noch ein wenig und erläuterte die Pläne mit Familienzentrum und Wohnbebauung für den Bereich des ehemaligen Sandhäuschens an der Laurentiusstraße. Die noch zu planende Eckbebauung direkt gegenüber der Kirche will Philipp samt Gestaltung des Kirchen-Vorplatzes weitestgehend dem Bezirk überlassen. „Es gibt Investoren, die dort gerne bauen würden”, erzählte der OB, „und zwar mit Gastronomie und Bürgertreff.” Desweiteren informierte Philipp die zahlreichen Mit-Spaziergänger über die Planungen für Gut Barriere. „Der Kuhstall wird zu einem Pferdestall umgenutzt, darüber zieht ein Architekturbüro ein.” Das Denkmal Gut Barriere werde nicht angetastet und die Gesamtanlage behalte seinen Charakter, versprach er.

Bezirksbürgermeister Krenkel freute sich über die Gelegenheit, seinem CDU-Parteifreund Philipp auf die Laurensberger Anliegen aufmerksam zu machen. Denn gerade aufgrund der Campus-Pläne drohten dem Stadtteil große Veränderungen, befürchtete er. „Aber wir Laurensberger wollen, dass die Struktur unseres Ortsteils erhalten bleibt.” Krenkel sprachs, und der OB hörte zu.
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