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Der Klimaschutz im Mittelpunkt

Von: Martina Stöhr
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Wissen weitergeben: Schüler des Einhard-Gymnasiums beteiligen sich am Comenius-Projekt, in dessen Mittelpunkt der Klimawandel steht. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der Begriff „Klimawandel” ist den Schülern des Einhard-Gymnasiums natürlich längst vertraut. „Aber von den Zahlen war ich dann doch tierisch beeindruckt”, sagt der 14-jährige Nils Meyer-Kahlen.

Wie viel CO2-Ausstoß er und seine Mitschüler jährlich produzieren, das fanden die Schüler jetzt bei der Auftaktveranstaltung zum europäischen Comenius-Projekt heraus. Gemeinsam mit Schülern aus Belgien, Luxemburg und Saarlouis werden sie sich über zwei Jahre mit dem Thema „Klimaschutz - Wir arbeiten daran” beschäftigen.

CO2-Ausstoß reduzieren

Und schon die Auftaktveranstaltung hat bei den Jungen und Mädchen einen tiefen Eindruck hinterlassen. „Wir müssen unseren CO2-Ausstoß auf zwei Tonnen pro Jahr und Kopf reduzieren, wenn es weiter gehen soll auf der Erde”, sagt Nils. Nach Berechnungen der Schüler liegen sie selbst mit etwa elf Prozent knapp über dem deutschen Durchschnitt. Wie und ob der CO2-Ausstoß auch am Einhard reduziert werden kann, darüber wollen sich die jungen Leute in Zukunft Gedanken machen.

Den Austausch mit Schülern aus anderen Ländern finden die Gymnasiasten dabei besonders spannend, auch wenn es mit der Verständigung nicht immer so ganz einfach ist. Gerade das Französische bereite ihnen durchaus Schwierigkeiten, sagen sie.

Dennoch bekommen sie ein dickes Lob von Monika Käppler, die das Projekt gemeinsam mit Guido Hinz koordiniert. „Trotz aller Probleme haben die Schüler hervorragend in den Gruppen zusammengearbeitet”, sagt sie. Seit zehn Jahren organisiert das Einhard unter dem Namen „Comenius” Projekte, bei denen Schulen aus unterschiedlichen europäischen Ländern an jeweils einem Thema arbeiten. Gefördert wird die Initiative durch EU-Gelder in Höhe von 14000 Euro. In den nächsten zwei Jahren steht der Klimawandel im Mittelpunkt.

Professor Christoph Schneider vom geografischen Institut der RWTH Aachen gab den Schülern einen Einblick, wie es um die Erde tatsächlich bestellt ist: Was wissen wir über den Klimawandel und welche Konsequenzen wird er haben? Darauf gab Schneider Antworten. Offen ließ er, was getan werden muss, um die Lage zu verändern. Sein Vortrag sei zwar in gewissem Sinne popularwissenschaftlich, sagt er, aber mit wissenschaftlichen Fakten untermauert.

Die Schüler hatten sich zuvor mit einem Film auf das Thema eingestimmt. „Eine unbequeme Welt” von Al Gore zeigte ihnen anhand einer Fülle von Tabellen, Grafiken und alarmierenden Bildern, wie kritisch die aktuelle Lage ist. Und Schneider kann da nicht beschwichtigen.

Kein Wunder also, dass die Schüler wirklich nachdenklich geworden sind. „Man wird natürlich jetzt schon darauf achten, das Licht auszumachen oder das Radio, wenn man gar nicht im Raum ist”, sagt die 13-jährige Teresa Bister.

Was man sonst noch alles tun kann, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen, darüber werden sich die Schüler in den nächsten zwei Jahren Gedanken machen. Im Mai treffen sie sich erneut mit ihren Partnerschulen in Saarlouis. Dann tauschen sie ihre ersten Ergebnisse aus und überlegen, wie es weitergeht.
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