Aachen - Der Kaiserplatz hat seinen Kaiser wieder

WirHier Freisteller

Der Kaiserplatz hat seinen Kaiser wieder

Von: Nils Heinichen
Letzte Aktualisierung:
Kaiser Friedrich III.
Seit Mittwochmorgen wacht Kaiser Friedrich III. wieder hoch zu Ross über den Aachener Kaiserplatz. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Mühelos hebt der Kran seine sieben Tonnen schwere Last hoch und hievt sie auf seinen neuen Platz. Das Reiterdenkmal Friedrichs III. am Kaiserplatz – 1911 von Bildhauer Hugo Lederer erschaffen und eingeweiht – ist nach mehrmonatiger Abwesenheit wieder zurück. Der Kaiserplatz hat seit Mittwoch seinen Kaiser wieder.

„Das Denkmal ist um sieben Meter versetzt worden, weil die Dreiecksinsel hier am Kaiserplatz verkleinert wird“, erklärt Bauleiter Jonas Fuhrmann. „Wir haben den alten Sockel damals Stück für Stück abgetragen und einen neuen, identischen an seinem neuen Standort errichtet“, ergänzt er.

Am Kaiser und seinem Ross wurde nichts verändert. Alles sollte so erhalten bleiben, wie es war. Schließlich hat die Bronzestatue schon einige Jahre auf dem Buckel und somit einen hohen geschichtlichen Wert.

Viereinhalb Meter groß

1911 enthüllte Kaiser Wilhelm II. zu Ehren seines Vaters Friedrich die rund viereinhalb Meter große Figur, die seitdem über den Kaiserplatz wacht. Durch sein großes Gewicht halten sich Reiter samt Pferd quasi von alleine auf dem Sockel.

Einzig eine Steinplatte stellt eine Verbindung zwischen Statue und dem neu geschaffenen Sockel her. „Die Figur trägt sich sozusagen nur durch ihr Eigengewicht“, erläutert Fuhrmann. Nach rund einer Stunde war das Gröbste bereits erledigt. „Nun wird nur noch ein wenig beigefugt“, sagt der Bauleiter.

Mit der „Rückkehr“ des Kaisers nehmen die Bauarbeiten rund um den Kaiserplatz erste sichtbare Formen an. So tut sich auch „nebenan“ Einiges. Damit das Großprojekt Aquis Plaza – ehemals Kaiserplatzgalerie – pünktlich zu Weihnachten 2015 fertig wird, sind die Arbeiten auf der Baustelle hinter der Kirche St. Adalbert voll im Gange.

„Momentan sind wir dabei, die Versorgungsleitungen zu legen. Dazu zählen zum Beispiel Wasser-, Strom- und Gasleitungen“, schildert Fuhrmann. „Die Arbeiten dauern vermutlich bis Anfang Oktober an. Im Anschluss beginnen wir dann mit dem Bau einer Zufahrtsrampe zum Gelände der künftigen Einkaufszentrum.“

Provisorische Verkehrsführung

Klar ist, dass die Verkehrssituation rund um den Kaiserplatz nach wie vor provisorischer Natur sein wird. Auch neue Gehwege werden erst ganz zum Schluss gebaut, um sie vor eventuellen Beschädigungen während der Baumaßnahmen zu schützen. „Momentan sind wir voll im Zeitplan. Durch archäologische Funde könnte es allerdings zu Verschiebungen kommen“, berichtet der Bauleiter.

Petr Sickl, Projektleiter der Firma ECE, blickt ebenfalls optimistisch auf die weiteren Arbeiten am Kaiserplatz. „Im Herbst beginnen wir mit dem Tunnelbau. Momentan sind wir mit der Stadt in Gesprächen, was die Baustellenzufahrten betrifft“, beschreibt er die aktuelle Situation. Nach wie vor ist die Umrundung der Kirche mit dem Auto nicht möglich. Einzig Fußgänger können die Baustelle in Richtung Adalbertstraße passieren.

Entspannter hat es da Kaiser Friedrich III. auf seinem Ross. Von seinem neuen Sockel kann er ganz prima die weiteren Arbeiten verfolgen. Nach seinem „Umzug“ bleibt er von weiteren Maßnahmen verschont.

Hinweis: Wir möchten Sie über die wichtigsten Nachrichten aus der Region so zeitnah wie möglich informieren. Die erste Fassung dieses Artikels von 16.14 Uhr, kurz nach Ende der Bauarbeiten am Denkmal, enthielt noch zwei Rechtschreibfehler. Diese haben wir korrigiert.

Leserkommentare

Leserkommentare (8)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert