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Der Haarener Osten bleibt unbebaut

Von: gei/krü
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der mehr als 30 Jahre alte Bebauungsplan für den Haarener Osten entlang der Autobahn A544 soll wieder aufgehoben werden. Dafür haben sich sowohl die Politiker in der Haarener Bezirksvertretung als auch im Planungsausschuss ausgesprochen.

Der Grünzug, der teils landwirtschaftlich genutzt wird und teils der Erholung dient, wird somit unbebaut bleiben. Die Zustimmung des Rates gilt als Formsache.

Der Bebauungsplan Nr. 659, aufgestellt im Jahr 1978, umfasst nach Angaben der Verwaltung eine Fläche von rund 32,4 Hektar. Er sollte einst die weitere Wohnbebauung zwischen dem Haarberg und der ehemaligen Bahnstrecke Haaren-Rothe Erde regeln und zugleich einen durchgehenden Grünzug vom Haarberg bis hin zum Europaplatz schaffen.

Weil der gesamte Bereich bis heute weitgehend unbebaut geblieben ist, hat die Verwaltung nun den Vorschlag gemacht, den „wertvollen Freiraum” zu erhalten und „rechtlich zu sichern”. Die Politik folgte dem Vorschlag bislang einhellig.

Auch bei den Haarernern stößt das Vorhaben überwiegend auf Zustimmung. Unzufrieden und kritisch äußerten sich bislang lediglich die betroffenen Grundstücksbesitzer, die nun um den Wert ihres einstigen Baulands fürchten.

Planungen für weitere Wohnungsbebauung soll es zuletzt insbesondere unterhalb der Haarener Gracht im Bereich Scharbüchelweg gegeben haben. Wegen der hohen Lärmbelästigung durch die nahe Autobahn habe dort jedoch bis heute keine Bebauung realisiert werden können, erläutert die Verwaltung. So müsste dort ein Lärmschutzwall aufgeschüttet und gepflegt werden, was für potenzielle Investoren jedoch kaum rentabel sei.

„Aus heutiger Sicht stellt eine weitere Wohnbebauung im Verfahrensgebiet kein städtebauliches Ziel für diesen Bereich mehr dar”, resümiert die Verwaltung, die damit auch alle Eingaben von Grundstückseigentümern zurückweist. Unklar ist bislang noch, ob die Betroffenen Entschädigungsansprüche geltend machen können.
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