Aachen - Der große Karl säuft, und der Teufel hört ab

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Der große Karl säuft, und der Teufel hört ab

Von: Jule Klieser
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Aachen. Das Öcher Schängche betritt in Kürze wieder kabarettistisch die Bühne in der Barockfabrik. „Pech und Schwefel“, das Stockpuppenkabarett von Wendelin Haverkamp, geht in die sechste Runde mit einem neuen Programm am Dienstag, 5. November, 19.30 Uhr.

Ein Zug, der IC 4243, fährt durch die Welt. Er schafft es allerdings nur bis Langerwehe, und dort geht es rund. Altbekannte Gestalten wie „Maria und Gosef“ geben ihren Senf dazu, der Teufel brilliert in seinem neuen Fach „Abhören“. Lustig und nach Schängche-Art werden aktuelle Themen serviert, und, noch viel besser, die Kommunalsatire à la Haverkamp.

Beim Pressegespräch machte der Kabarettist einige Andeutungen, was das Publikum erwartet: Szenen aus dem Stadtbetrieb und Neues aus der „Rue Antoine“, wo „die erstaunlichsten Protagonisten zusammen treffen“, wie etwa der Investor Herr K. und die mobilbusige Ludmilla. Die Vergangenheit kommt ebenfalls nicht zu kurz, wenn Kaiser Karl, Alkuin und Einhard zusammen saufen und an den Geschicken der Kaiserstadt basteln.

„Aachener Hochdeutsch“

„Alles auf Hochdeutsch oder besser ‚Aachener Hochdeutsch‘ und für jeden verständlich“, verspricht Haverkamp, schließlich könne nicht jeder in Aachen geboren sein. 2008 hatte er mit einigen Mitstreitern „Pech und Schwefel“, das Schängche als Kabarett, ins Leben gerufen und „wir haben uns nicht träumen lassen, dass wir jetzt schon das sechste Programm vorbereiten.“

Puppenspieler und Sprecher agieren getrennt, was für die Akteure einerseits eine Herausforderung ist, andererseits eröffnet es neue Möglichkeiten. „Ich habe viel gelernt über die Magie von Puppen. Wenn ein Mensch spricht, ist es etwas anderes, als wenn die Puppe spricht“, sagt Haverkamp, glücklich über sein elfköpfiges Ensemble. Es sprechen Gitta Haller, Hubert Crott, Albert Henrotte und Wendelin Haverkamp. Die Puppen werden bewegt von Elfriede Schultz, Albert Baumann, Otto Trebels, Peter Reuters und Anna Inkmann.

Zwei Livemusiker sind mit von der Partie, Dieter Caspari und Franz Brandt. „Traditionelle Puppen und Bluesmusik, das knallt.“ Selbst alle Geräusche wurden kunst- und fantasievoll von Freddy Matulla selbst aufgenommen. „Sowas gibt’s nicht im Internet“, freut sich Haverkamp. Live Musik, Atmosphäre und Geräuschkulisse machten „Pech und Schwefel“ so einzigartig und authentisch, abgesehen davon, dass es den Akteuren nach eigenem Bekunden richtig Spaß macht. Den Zuschauern erfahrungsgemäß übrigens auch. Das Ensemble wird in dieser sechsten Runde seinen zehntausendsten Besucher empfangen, und für den gibt es eine kleine Überraschung.

Weitere Vorstellungen in der Barockfabrik, Löhergraben 22, am Mittwoch und Donnerstag, 6. und 7. November, am Donnerstag und Freitag, 28. Und 29. November, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, 17., 18. Und 19. Dezember, Beginn jeweils 19.30 Uhr.

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