Aachen - Der Gastgeber tritt freiwillig einen Schritt zurück

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Der Gastgeber tritt freiwillig einen Schritt zurück

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Einer war zu viel. Auf Aachener Stadtgebiet gibt es neun Fußball-Mannschaften im Senioren-Bereich, die oberhalb der Kreisliga spielen - die Alemannia natürlich nicht mit eingerechnet.

Das bedeutete ein Problem für die Ausrichter der Hallen-Stadtmeisterschaft. Denn Raspo Brand und FC Inde Hahn hatten sich auf einen Turniermodus geeinigt, der den acht besten Aachener Mannschaften einen Startplatz für die Endrunde am 6. Februar garantiert.

„Wir haben lange überlegt und sind zu dem Schluss gekommen, dass der jetzige Modus der beste ist”, sagte Oliver Heinrichs, der Trainer von Inde Hahn. Möglichst wenig Wartezeiten für die Mannschaften und einen möglichst spannenden Turnierverlauf wollen die Ausrichter ermöglichen. Deswegen hat Inde Hahn selbst in den saueren Apfel gebissen und auf sein Startrecht verzichtet. Stattdessen muss das Team übermorgen durch die harte Mühle der Qualifikation.

Das Turnier, das von den „Nachrichten” als Medienpartner begleitet wird, beginnt am Samstag um 12 Uhr in der Sporthalle an der Neuköllner Straße mit dem ersten Spiel der Qualifikation. 24 Mannschaften kämpfen am Samstag und Sonntag um vier Tickets für die Endrunde. Knapp sechs Stunden dauern die Turniere. Am Sonntag rollt der Ball schon ab 11 Uhr.

„Als Gastgeber erschien es uns am vornehmsten, wenn wir auf unser Recht auf die automatische Qualifikation für die Endrunde verzichten”, erklärte Heinrichs. „Damit sind wir den möglichen Diskussionen, warum es eine andere Mannschaft erwischt hat, aus dem Weg gegangen.” Das soll jedoch nicht heißen, dass Inde Hahn auf den Start bei der Endrunde verzichtet. Im Gegenteil.

„Bei allem Respekt vor unseren Gegnern in der Vorrunde - wir sollten schon der Lage sein, uns da durchzusetzen. Und wenn nicht, dann haben wir es auch nicht verdient, in der Endrunde dabei zu sein”, sagte Heinrichs kurz und pragmatisch.

Die Gefahr, dass der Gastgeber als Favorit schnell ins Straucheln geraten kann, sah der Trainer durchaus. „Die Kreisligisten haben auch alle mit Sicherheit vier oder fünf gute Hallenspieler in ihren Reihen. Da ist es schnell passiert, dass du dir ein Tor einfängst und dann gegen die Zeit und einen nur noch defensiv aufgestellten Gegner spielen musst.” Vor allem das Halbfinale sieht Heinrichs als ernst zu nehmende Hürde an. Ein Spiel entscheidet, ob die Mannschaft für die Endrunde planen kann. Denn die Finalisten der Vorrundentage sind am 6. Februar mit dabei.

Inde Hahns Trainer sieht auch einen pädagogischen Wert im freiwilligen Rückversetzen in die Vorrunde. „Wir haben es uns in der Hinrunde der Saison zu oft schwer gemacht, weil wir Gegner auf die leichte Schulter genommen haben. Wo sonst kann man besser lernen, dass das ein Fehler ist als in der Halle. Da wird ein solches Verhalten nämlich direkt bestraft. Und für meine Mannschaft wäre es eine Strafe, bei der Endrunde nicht dabei zu sein.”
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