Aachen - Der Gang aufs Domdach war die Hauptattraktion

Der Gang aufs Domdach war die Hauptattraktion

Von: Nina Krüsmann
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Auch der Seifentaler hilft: Kunstvoll gestaltet, mit dem Konterfei Karls des Großen und dem Logo des Vereins, war das Weichgeld ein echter Hingucker und begehrtes Kaufobjekt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Welch ein kultureller und sakraler Schatz der Aachener Dom ist, machten sich viele Aachener am Wochenende erneut bewusst. Aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens veranstaltete der Verein zur Erhaltung des Hohen Doms zu Aachen rund um die Schatzkammer einen „Domtag”.

Die Besucher nutzten die Gelegenheit, Dom und Schatzkammer per Führung zu besichtigen. Auch das Domarchiv, die Textil- und die Restaurierungswerkstatt öffneten ausnahmsweise ihre Türen. Besondere Attraktion war ein Spaziergang über die Dachstühle des Doms.

Erhaltung, Pflege und Wiederherstellung des Münsters und seines Kunstschatzes ist die Aufgabe des Vereins. „Seit unserer Gründung unterstützen wir deshalb die umfangreichen Bemühungen der Wissenschaftler und Fachleute durch finanzielle Zuwendungen”, so Vorsitzender Ralph Leroy. Die mehr als 1200-jährige Vergangenheit, die großen Stadtbrände im Mittelalter, die kriegsbedingten Wunden, die zum Teil nicht fachgerechten Sanierungsarbeiten früherer Jahrhunderte und die umweltbedingten Einflüsse unserer Zeit haben tiefe Spuren am Dom hinterlassen. In den 80-er Jahren wurden umfangreiche und gravierende Schäden erkannt.

Um einen aktiven Beitrag zur Erhaltung des Doms und seiner Kunstwerke zu leisten, gründeten vier junge Menschen am 29. Januar 1985 den Verein. „Wer auch die Erhaltung dieses Weltkulturerbes unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende, einer Patenschaft oder einer Mitgliedschaft in unserem Verein tun”, ermuntert Leroy. Im Rahmen von Führungen, Vorträgen und Publikationen haben alle Mitglieder die Möglichkeit, sich umfassend über die verschiedenen finanzierten Projekte zu informieren. „Neben der Sanierung zum Beispiel der Mosaike oder einzelner Kunstwerke ist es zukünftig von großer Wichtigkeit, Bauwerk und Domschatz einer ständigen Überprüfung und Pflege zu unterziehen”, betont Leroy. So sollen mögliche Veränderungen und Schäden rechtzeitig erkannt und mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand behoben werden können.

Der weithin bekannte Aquarellmaler Hans Wittl hat zum Jubiläum eigens einen Benefiz-Kalender gestaltet. „Dieser Kalender ,Rund um Dom und RathausÔ kann ab sofort zum Preis von 15 Euro in der Domschatzkammer erworben werden”, sagt Schriftführer Norbert Zimmermann. Die Original-Aquarelle mit Bildern von Granusturm, Elisenbrunnen und Kaiserthron sind hier ausgestellt.

Handsignierte Kalender Wittls waren beim Domtag sehr begehrt, ebenso die handgepressten Seifen von Gerhard Gesink. Kunstvoll gestaltet und mit dem Konterfei Karls des Großen sowie dem Vereinslogo versehen sind die Seifentaler ein besonderer Hingucker. Der gesamte Erlös kommt ebenfalls der Erhaltung des Doms zugute.
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