Aachen - Der Friedenspreis spricht weiterhin mit einer Stimme

Der Friedenspreis spricht weiterhin mit einer Stimme

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Aachener Friedenspreis wird weiterhin von einem einzigen Vorsitzenden bzw. einer Vorsitzenden repräsentiert.

Eine von mehreren Mitgliedern angestrebte Satzungsänderung, ein dreiköpfiges Sprechergremium zu schaffen, hat die erforderliche Zweidrittelmehrheit verfehlt.

Wie der Vorsitzende Otmar Steinbicker auf Anfrage mitteilte, haben 44 der insgesamt 76 anwesenden Mitglieder auf der eigens einberufenen Versammlung am vergangenen Freitag für die Satzungsänderung gestimmt, 51 hätten es sein müssen. Zuvor hätten sich die Mitglieder „sehr intensiv”, aber auch „sehr sachlich” über die Vor- und Nachteile eines Sprechergremiums ausgetauscht.

Ein Gedanke sei gewesen, die Arbeit des Vorsitzenden künftig auf mehrere Schultern zu verteilen und ihn zu entlasten. Gegner der Satzungsänderung hatten jedoch auch die Befürchtung, dass der Friedenspreis künftig nicht mehr mit einer Stimme spreche, die eigentliche Arbeit jedoch weiterhin von zu wenigen erledigt werden müsste.

Noch keine Kandidaten

Wer den Friedenspreis künftig repräsentieren wird, ist noch unklar. Wie berichtet, wird Otmar Steinbicker auf der Mitgliederversammlung am 13. November nicht erneut kandidieren. Noch habe niemand Interesse an dem Posten bekundet, sagt Steinbicker. Am morgigen Mittwoch soll das Thema auf der Vorstandssitzung behandelt werden.

Vereinsintern gibt es - nicht zum ersten Mal - harte Auseinandersetzung um den weiteren Kurs des Friedenspreises. Der als pragmatisch geltende und sehr sachorientierte jetzige Vorsitzende Steinbicker muss sich insbesondere aus dem linken und dem radikal pazifistischen Spektrum immer wieder heftige Angriffe gefallen lassen. Als Rücktrittsgründe nennt Steinbicker jedoch lediglich berufliche Gründe.

Gleichwohl will er sich vor Ort weiterhin friedenspolitisch engagieren. Ihm liege daran, eine starke Friedensbewegung in Aachen zu erhalten. Die verschiedenen existierenden Gruppierungen sollten sich ergänzen, nicht aber sich gegenseitig Konkurrenz machen, fordert er.
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