Der erste Campus-Neubau ist fertiggestellt

Von: Gerald Eimer
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Der erste Baustein für den Cl
Der erste Baustein für den Cluster Bio-Medizintechnik auf dem Campus Melaten: Knapp zehn Millionen Euro hat der Bau an der Pauwelsstraße gekostet, in dem medizinische Produkte erforscht und entwickelt werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Auf Aachens größter Baustelle, dem Campus Melaten, wurde das erste neue Gebäude fertiggestellt: das Zentrum für Bio-Medizintechnik, kurz ZBMT. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Uniklinik und zum Medizintechnischen Zentrum sind neue Büro- und Laborräume geschaffen worden, die in diesen Tagen von zehn Unternehmen mit rund 120 Beschäftigten bezogen werden.

Manfred Sicking, als Co-Dezernent zuständig für die Wirtschaftsförderung in der Stadt Aachen, wertet die Fertigstellung als wichtiges Signal für den Standort Aachen - auch mit Blick auf den „nationalen und internationalen Wettbewerb” in den Bereichen Medizintechnik und Biotechnologie.

Aachen gehört laut Sicking zu den „gründungsstärksten Medizintechnik-Regionen Deutschlands”. In den letzten Jahren habe es mehr als 200 Existenzgründungen im Bereich „Life Science” gegeben. Viele würden als Ein- bis Zweimann-Unternehmen starten, meist aber schnell wachsen und neue Arbeitsplätze schaffen. Für Sicking ist dies ein Beleg dafür, dass Aachen nicht zuletzt wegen der Hochschule ideale Bedingungen für Jung-, aber auch Bestandsunternehmen zu bieten habe.

Der Neubau an der Pauwels­straße ist der erste Baustein im Campus-Cluster Medizintechnik, wie Ralf Wagemann, Vorstandsmitglied der Sparkasse, erläutert. Gemeinsam mit Sicking ist er Geschäftsführer der Gewerbegrundstücksgesellschaft Gegra, deren größten Anteilseigner Stadt und Sparkasse sind, und die für knapp zehn Millionen Euro das ZBMT errichtet und dafür auf die Dienste der Gewoge zurückgegriffen hat.

Erfreut können Sicking und Wagemann schon jetzt vermelden, dass nahezu alle Räume vermietet sind - wobei drei Viertel der vorhandenen Fläche von insgesamt gut 4100 Quadratmetern an sogenannte „Campus-Unternehmen” vermietet wurden und ein Viertel für Gründungs­unternehmen reserviert sind.

Betreut von der Agit können junge Unternehmen bei günstigen Mieten und umgeben von modernster Infrastruktur Starthilfe erhalten. Der Bau sei schon jetzt eine Erfolgsgeschichte, schwärmt Wagemann. „Der Vermietungsstand ist ein Zeichen dafür, dass der Campus auf Nachfrage stößt.” Die ansässigen Firmen entwickeln unter anderem Medizin- und Kosmetikprodukte, analysieren Medikamente oder forschen in den Bereichen Zahnheilkunde und Hörakustik.

Zur guten Auslastung trägt nach Ansicht von Gegra-Prokurist Harald Mohren auch die Planung der Laborbau-Spezialisten Carpus und Partner bei, die gleich nebenan ebenfalls ihr neues Zuhause auf dem Campus bezogen haben. Carpus habe dafür gesorgt, dass der Bau nicht nur architektonisch ansprechend sei, sondern auch modernste technische Ansprüche erfülle und „eine hohe Flexibilität bei der Vermietung gewährleistet”.

Beseitigt wurde mit dem Bau des ZBMT zugleich ein Raumproblem der Uniklinik, die freiwerdende Räume im benachbarten Medizintechnischen Zentrum angekauft hat und dort eigene Expansionspläne umsetzen wird.

Auf dem Campus Melaten und später auch Campus West soll eine der größten Forschungslandschaften Europas entstehen. Dahinter steht die Idee, Hochschule und Unternehmen eng zusammenzuführen und eine praxisorientierte und wirtschaftsnahe Forschung zu fördern, von der alle Seiten profitieren. Die Stadt verbindet damit die Hoffnung auf bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze.
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