Der Ellerhof in Brand macht bis 2014 weiter

Von: Peter Langohr
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Brand. Für die Brander Vereine – vor allem für die, die Karnevalssitzungen veranstalten – gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht: Auch in der Session 2013/2014 wird der Ellerhof an der Freunder Landstraße den Vereinen zur Verfügung stehen. Die schlechte Nachricht: Über die Session 2013/2014 hinaus gibt das Inhaber-Ehepaar Uschi und Roland Kouhl jedoch derzeit keinerlei Garantie für ein Fortbestehen des Saalrestaurants.

Damit ist die seit einiger Zeit im Raum stehende Ankündigung, bereits am Aschermittwoch 2013 sei alles vorbei, zunächst einmal vom Tisch. Dennoch hält sich die Freude darüber bei den Brander Vereinen in überschaubaren Grenzen.

Ihre Argumentation: Wenn man heutzutage eine Sitzung in einem Saal mit der Kapazität des Ellerhofs (derzeit maximal 470 Personen) plane, dann müsse man, wenn man entsprechend hochkarätige Kräfte verpflichten wolle, mit einem Vorlauf von zwei Jahren rechnen. Das bedeute, dass man unmittelbar nach der laufenden Session damit beginnen müsse, die Sitzungen der übernächsten Session vorzubereiten. Da sei es ausgesprochen kontraproduktiv, wenn man keine Garantie habe, ob es 2014/2015 im Ellerhof überhaupt weitergehe.

Aus kaufmännischen Gründen, so Roland Kouhl, könne er sich nicht über die gemachte Zusage hinaus binden. Zwar sei der Verkauf des seit vier Generationen in Familienbesitz befindlichen Unternehmens momentan kein Thema mehr, aber angesichts des Kostendrucks, der sich durch immer neue Vorgaben der Behörden einerseits und durch zurückgehende Besucherzahlen und Umsätze andererseits aufbaue, könne er nicht sagen, ob sich ein Weiterführen des Ellerhofs rechne. Erst in einem Gespräch mit den Vereinen zum Ende des Jahres hin werde er mehr sagen können.

Klage führte Kouhl darüber, dass es immer mehr Vereine und Institutionen gebe, die offenbar ihre Räumlichkeiten, wie etwa die Vereinsheime, für private Feiern zur Verfügung stellten, durch „professionelle Schwarzarbeit“ Vorschriften umgingen, dem Fiskus Steuern vorenthielten und auch der örtlichen Gastronomie Schaden zufügten. Ein Vorwurf, der bei den anwesenden Vereinsvertretern naturgemäß auf Unmut stieß.

Nach Lage der Dinge wird die Hängepartie in Sachen Veranstaltungsort in Brand noch einige Zeit dauern, wobei eine gute Portion Pessimismus hinsichtlich des Ausgangs bei allen Beteiligten spürbar ist.

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