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Der Besuch aus Köln hatte 5,8 Millionen Euro dabei

Von: Alfred Stoffels
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Viel Zuwendung: Regierungspräsidentin Gisela Walsken (rechts) überbrachte am Mittwoch die Bescheide über 5,8 Millionen Euro Fördermittel. OB Marcel Philipp und Dezernentin Gisela Nacken freute es. Foto: Harald Krömer

Aachen. Kurz vor Jahres- und damit Toresschluss erhielt Oberbürgermeister Marcel Philipp wohlgelittenen Besuch: Regierungspräsidentin Gisela Walsken kam im Rathaus vorbei und überbrachte ein paar Zuwendungsbescheide - in Höhe von zusammen 5,8 Millionen Euro.

Kein Wunder, dass der Empfang sehr freundlich geriet, denn mit dem Geld kann die Stadt einige ganz wichtige Projekte fortführen. Der dickste Batzen, etwas mehr als zwei Millionen Euro, kommt der Stadterneuerung in Aachen-Nord zugute.

Finanzspritze mit „Erleichterung” registriert

„Mit großer Erleichterung” registrierte Dezernentin Gisela Nacken diese Finanzspritze, denn in das ehrgeizige Projekt sind schon viele Vorarbeiten gesteckt worden. Zahlreiche Bürger engagieren sich bei den Planungen, die Vereine machen mit, eine Lenkungsgruppe ist sehr aktiv. Nacken: „Ihnen allen kann man jetzt sagen: Das Engagement hat sich gelohnt.”

Fast 1,4 Millionen Euro gibt es für das „Handlungskonzept Innenstadt”, konkret für die Umgestaltung des Templergrabens. Gemeinsam mit dem BLB ist die Stadt bemüht, in diesem Teil des Zentrums, das weitgehend von der RWTH dominiert wird, mehr „Aufenthaltsqualität” zu schaffen, weil es dort viele Ecken gibt, die sich in einem unansehnlichen Zustand befinden. Auch gehe es darum, so Philipp, „die Verzahnung von Stadt und Hochschule sichtbarer zu machen”.

Die Route Charlemagne wurde von der Regierungspräsidentin mit zwei Millionen Euro bedacht - eine Million für die im Zeitungsmuseum vorgesehene Station zum Thema Medien, eine weitere Million für das Centre Charlemagne am Katschhof (Öffentlichkeitsarbeit und Marketing). Damit ist geschert, dass auch die Route Charlemagne in der Spur bleibt.

Schließlich beteiligt sich das Land mit 426.000 Euro an den Personalkosten des Stadttheaters, auch das gab es jetzt schriftlich. Was justament an diesem Morgen gut passte, denn da war bekanntgeworden, dass im Rahmen der neuen Bürgerbeteiligung auch über die Höhe der Eintrittsgelder und eine mögliche Streichung der Sparte Schauspiel abgestimmt werden soll. „Das hat eine große Woge verursacht”, sagte der OB, aber auch, dass man solche Dinge zur Diskussion stellen dürfe, „nicht gleich zur Disposition”.

„Ein Angriff auf NRW”

Auf die aktuellen Zuschüsse hatte das Zusammenstreichen der Städtebaufördermittel durch die schwarz-gelbe Koalition in Berlin (um 20 bis 25 Prozent) noch keinen Einfluss - im kommenden Jahr wird das anders aussehen. Aachen soll vergleichsweise glimpflich davonkommen, hieß es, doch das ist nicht überall so. Gisela Walsken: „Es ist eine Katastrophe, die uns grausam treffen wird. Ich empfinde das als Angriff auf Nordrhein-Westfalen.” Dies deswegen, weil es gerade hier viele Strukturprobleme gebe.
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