Der Bereich Bushof soll ab 2016 neu gestaltet werden

Von: Achim Kaiser
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Bis 2016 soll der Bushof neu gestaltet werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. 52 Millionen Euro haben Politik und Verwaltung in dem Zeitraum von 2002 bis 2012 die Entwicklung der Innenstadt investiert. Davon haben Land und Bund teils bis zu 80 Prozent der Projektkosten übernommen. Priorität in dem neu zu schnürenden Paket, dem Innenstadtkonzept 2022, genießt die Neugestaltung des Bushofs samt Umfeld.

„Um vom Land für das Jahr 2015 Zuschüsse zu bekommen, müssen wir im kommenden Jahr einen entsprechenden Antrag stellen“, erläutert Baudezernentin Gisela Nacken. Mit der Umsetzung der möglichen Maßnahmen, sei, so Nacken, allerdings erst im Jahr 2016 zu rechnen.

Beispielhafte Zusammenarbeit

Momentan werden zunächst einmal in einer beispielhaften Zusammenarbeit von Bürgern und Verwaltung Anregungen für die Entwicklung in einigen ausgewählten Innenstadtbereichen gesammelt. Dazu zählen neben Bushof auch der Campus Innenstadt, Büchel und Umgebung sowie das Suermondt-Viertel und der Hauptbahnhof.

Bei einer Auftaktveranstaltung am 23. April in der City-Kirche hatten rund 150 interessierte Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen und Wünsche geäußert. Die Verwaltung nahm die Ideen auf und setzte die Bürgerbeteiligung in unterschiedlich zusammengesetzten Gruppen fort.

Das waren in einer „Denkfabrik“ zum Teil „ganz normale Leute im Alter zwischen 20 und 60 Jahren“, wie Frank Pflüger vom Planungsbüro „Heinz Jahnen Pflüger“ formuliert. Senioren in der „Denkfabrik 66+“, aber auch drei Kindergärten mit Erzieherinnen, Eltern und Kindern gingen auch der Frage nach: Was ist für uns eigentlich wichtig in der Innenstadt?

Ins Schwärmen gerät Pflüger, wenn er von der halbjährigen Zusammenarbeit mit den Schülern des Gymnasiums St. Leonhard erzählt. Die überwiegend 17-Jährigen aus dem Leistungskurs Erdkunde hätten Leitbilder der Stadtentwicklung aufgestellt. „Dann haben sie sich quasi drei Tage in den Bushof eingesperrt und Pläne erstellt“, erläutert Planungsfachmann Pflüger.

Dabei seien dann auch „tolle Ergebnisse“ herausgekommen. Wichtigste Erkenntnis: Die Jugendlichen fordern mehr Freiflächen in der Innenstadt, der Elisengarten sei schon zu klein. Am liebsten wäre es ihnen, wenn der Bushof abgerissen würde und dort mehr Freiräume entstehen könnten.

Das sei so einfach nicht möglich, betont Dezernentin Nacken, denn zu etwa 50 Prozent gehöre der Bushof einem Privatinvestor. Und dieser Investor, Gerd Sauren, muss natürlich mit ins Boot geholt werden. An einem Freiraum, den er womöglich noch mit bewirtschaften müsse, hätte er sicherlich kein Interesse, räumt Nacken ein.

Außerdem müsse der Bushof als Umsteigebahnhof im Gesamtbild mit der Volkshochschule und der Stadtbibliothek gesehen werden. „Der Bushof ist ein Unort, das ist keine Frage“, sagt Pflüger. Und so soll das Areal zwischen Willy-Brandt-Platz und Peterskirche beziehungsweise Büchel neu gestaltet werden.

Als Leitbild skizzierten die Arbeitsgruppen die Schaffung von mehr Aufenthaltsmöglichkeiten in der Innenstadt. Dabei gehe es, so Pflüger, der jüngeren Bürgern vor allem um „mehr Aufenthaltsqualität ohne Konsumzwang“.

Die öffentliche Diskussion wird am 15. Oktober im Gymnasium St. Leonhard fortgesetzt.

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