Aachen - Der Bedarf an Wohnungen ist in Aachen immens

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Der Bedarf an Wohnungen ist in Aachen immens

Von: Georg Dünnwald
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Die Gartenstadt Kalverbenden/Spaakallee soll umfassend saniert werden. Dabei sollen die Mieten nicht über ein gewisses Maß steigen. Die Sanierung soll sozial verträglich gestaltet werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Der Bedarf an Wohnungen ist immens“, sagt Manfred Sicking als städtischer Dezernent für Soziales, Wirtschaft und Wohnen. „Es wird dringend Wohnraum für Studenten, für nicht so finanzkräftige Menschen und für Flüchtlinge benötigt“, führt Sicking aus. Am Dienstag hat die Stadt den Immobilienbericht 2012 vorgelegt.

Der ist eine Bestandsaufnahme der letzten drei Jahre und ein Ausblick auf die Zukunft. „Neue Potenziale“ haben ihn Sicking, der Leiter des Fachbereichs Immobilien Edmund Feiter, Rolf Frankenberger als Leiter „Strategisches Immobilienmanagement“ und Ralf Otten, der Vorsitzende des Wohnungs- und Liegenschaftsausschusses, überschrieben.

Es geht also nicht nur darum, was sich seit 2011 im Bereich Grundstücke und Bebauung getan hat, es geht vielmehr auch darum, was sich die zuständigen Fachleute für die nächsten 30 Jahre so alles ausgedacht haben. Denn die Grundstücke in Aachen sind rar und werden immer weniger. Da muss man sich eine Menge einfallen lassen, um den veränderten Verhältnissen gerecht zu werden. Sicking: „Früher kamen die Studenten beispielsweise mit weniger Platz aus. Außerdem steigt die Zahl der Single-Haushalte.“ So kommen denn auch Bauvorhaben zum Tragen, die früher kaum eine Meldung wert gewesen wären.

Beispielsweise sollen am Sandhäuschen in Laurensberg 22 neue Wohneinheiten entstehen, die Wohnsiedlung Kalverbenden/Spaakallee, die in den 1890er Jahren hochgezogen wurde, soll saniert werden. Eine Bürgerinformation steht dort in Kürze an. Oder das Baugebiet Alter Tivoli: Ein Bebauungsplan wird aufgestellt für 55.000 Quadratmeter, die die Gesamtfläche in kleinere Einheiten aufteilt. Nebeneinander entstehen dort verschiedene Wohnformen, neben 50 Einfamilienhäusern sind auch vier Terrassenhäuser im Bereich des ehemaligen Würselener Walls geplant. „Die sind alle sehr begehrt“, sagt Feiter. Auch deshalb, weil sie so stadtnah seien. Denn der Trend „zurück in die Stadt“ sei sehr stark ausgeprägt.

Das wohl größte Wohnungsbauprojekt ist noch in der Diskussion, das ist die Richtericher Dell, die nach Angaben von Feiter im ersten Bauabschnitt 99 Wohneinheiten umfassen soll. „Wir werden selbstverständlich den sozialen Wohnungsbau berücksichtigen“, versichert Sicking.

Aber der Immobilienbericht befasst sich nicht nur mit dem dringend benötigten Wohnungsbau, der in den vergangenen Jahr so sträflich vernachlässigt wurde. Auch Gewerbegebiete werden berücksichtigt. Wie das ehemalige Firmengelände von Philips in Rothe Erde, das auch mit Hilfe des Multikonzerns saniert wird.

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