Der Bau der CHIO-Brücke nimmt jetzt richtig Fahrt auf

Von: Achim Kaiser
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CHIO-Brücke: Läuft alles nac
CHIO-Brücke: Läuft alles nach Plan, sollen die wesentlichen Arbeiten im November abgeschlossen sein. Im März des kommenden Jahres soll das schmucke Eingansgtor zur Stadt fertiggestellt sein.

Aachen. Das imposante Bauwerk am nordöstlichen Eingangstor zur Stadt nimmt allmählich Gestalt an. Die Arbeiten an der CHIO-Brücke, die auf Höhe des Tivoli-Stadions in geschwungener S-Form über die Krefelder Straße führen soll, sorgen denn auch in der kommenden Woche gleich für zwei Vollsperrungen.

Weil am 15. August mit dem Aufbau des Traggerüstes über die beiden Fahrbahnen begonnen wird, kann in der Nacht vom 15. auf den 16. August, genauer gesagt von 22.30 Uhr bis 6 Uhr früh, kein Verkehr über die Krefelder Straße Richtung Stadt fließen. Einen Tag später, vom 16. auf den 17. August, ist es zur gleichen Zeit umgekehrt: Da ist die Fahrtrichtung Würselen gesperrt.

„Umleitungen sind jeweils über Prager Ring und Am Gut Wolf ausgeschildert. Mit der Polizei und der Aseag sind die Maßnahmen abgesprochen”, erläutert Gisela Weiß. Sie ist die Leiterin der Abteilung Straßen- und Brückenunterhaltung, Straßeninstandsetzung und die Projektleiterin „CHIO-Brücke” beim Aachener Straßenbetrieb.

„Nach dem Baubeginn am 14. März war zunächst ein halbes Jahr lang so gut wie nichts sichtbar. Seit Juli ist für die Verkehrsteilnehmer und Tivoli-Besucher einiges zu sehen”, erläutert die Projektleiterin. 26 Bohrpfähle, jeweils mit einem Durchschnitt von 1,20 Meter, sind auf beiden Seiten der Krefelder Straße betoniert worden. So kann nächste Woche mit dem Aufbau des Traggerüstes für die Schalung begonnen werden.

In einem weiteren Schritt wird zunächst die Lauffläche betoniert, ehe der gesamte „Fischbauch”, also der Überbau der Brücke, ebenfalls in Beton gegossen wird. „Diese wesentlichen Arbeiten sollten bis Mitte November abgeschlossen sein. Das hängt allerdings auch ein bisschen von der Witterung ab”, schränkt Stefan Büttgen vom Ingenieurbüro „H. Berg und Partner” ein.

Büttgen und Weiß freuen sich, dass das Projekt der Stadtentwicklung voll im Plan liegt und die Zusammenarbeit mit den drei Aachener Büros „H.Berg und Partner”, „Hahn Helten und Assoziierte” sowie „Hegger und Partner” so gut klappt.

Sichtbar aus der Erde wachsen wird ab Mitte September auch der Pylon, an dem im letzten und spannendsten Arbeitsgang die Seile für die frei schwebende Brücke befestigt werden.

„Eine Seilbrücke zu bauen, ist immer eine Herausforderung. Aber eine Schrägseilbrücke, die nur an einer Seite aufgehängt wird, zu bauen, ist schon etwas ganz Besonderes”, betont Diplom-Ingenieur Büttgen: „Das erfordert enorm hohen Koordinationsaufwand und große vermessungstechnische Anstrengungen.” Zumal es sich bei diesem Projekt um die erste Schrägseilbrücke handelt, die in Aachen gebaut wird.

Die filigran ausgestattete und über die Krefelder Straße elegant geschwungene 100 Meter lange Brücke soll schließlich mit der aus Kostengründen ins Zentrum verschobenen 65 Meter hohen „Nadel” als freundliches Signal einen neuen städtebaulichen Akzent setzen. Auf der Mitte des Pylons prangt nach Fertigstellung das Logo des CHIO, am unteren Teil der Brücke wird ihr Name montiert.

Der 41 Meter lange und 66 Tonnen schwere Unterteil dieses Pylons soll Mitte Oktober aufgebaut werden. „Der Transport erfolgt aus Offenburg. Das Teil wird eine Woche quer durch Deutschland gefahren. Wir benötigen hier vor Ort dann zwei Kräne”, erläutert Fachmann Büttgen. Auch im Oktober werde die Krefelder Straße wieder gesperrt werden müssen.

Tief überwinden

Läuft alles weiter nach Plan, dürfte die schmucke CHIO-Brücke im März nächsten Jahres fertig gestellt und begehbar sein. Bis dahin sollte auch die Alemannia ihr Tief überwunden haben, so dass dann zahlreiche Tivoligänger von dem imposanten Bauwerk Gebrauch machen können...

Die Kosten liegen bei rund zwei Millionen Euro

Die CHIO-Brücke ist 100 Meter lang und hat eine Steigung von 18 Prozent. Sie dient als Rad- und Fußgängerbrücke über die Krefelder Straße. Für Rollstuhlfahrer ist sie nicht geeignet.

Die Kosten für Bau und Fertigstellung betragen knapp zwei Millionen Euro. Von denen trägt die Stadt 1,15 Millionen, 650 000 kommen als Zuschuss vom Land, der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) übernimmt rund 150.000 Euro und ein nicht genannter Sponsor steuert noch 70.000 Euro dazu.

In der Planung hieß das Projekt noch Tivoli-Brücke. Da der ALRV als Sponsor eine sechsstellige Summe beisteuert, darf er das Bauwerk als Werbung für den CHIO nutzen.

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