Aachen - Den Teufel unter den Tisch getrunken

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Den Teufel unter den Tisch getrunken

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
Die Geschichte vom Soldaten: D
Die Geschichte vom Soldaten: Die Schauspieler Markus Weickert (l.) und Torsten Borm spielen unterschiedliche Rollen, während das Kammerorchester sie im Hintergrund begeleitet. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Bis ins letzte Detail klappt das Zusammenspiel zwischen Gesang und Kammerorchester noch nicht, aber das sei völlig normal, meint Ronny Jakubaschk. Denn erst gegen Ende der Proben werden Text und Musik zusammengebracht.

Dabei lässt sich schon jetzt erahnen, dass „Die Geschichte vom Soldaten”, ein musikalisches Bühnenwerk für Schauspieler und Kammerorchester von Igor Strawinsky, ein ganz besonderes Erlebnis im Mörgens sein wird.

Zwei Schauspieler erzählen die Geschichte eines Soldaten, der mit dem Teufel handelt, und schlüpfen dabei in unterschiedliche Rollen. Geschrieben wurde das Stück für einen Erzähler, zwei Schauspieler, eine Tänzerin und einen Tänzer.

Doch Strawinsky habe dabei alle Freiheiten gelassen, das Stück auch mit einer knapperen Besetzung auf die Bühne zu bringen, so Jakubaschk. So übernehmen Schauspieler Torsten Borm und Markus Weickert unterschiedliche Parts, und die Prinzessin taucht als Puppe auf.

In seinem Urlaub begegnet dem Soldaten der Geschichte ein alter Mann, der ihm für seine Geige und drei Tage Unterricht ein Zauberbuch zum Tausch anbietet. Der Soldat lebt von nun an fürstlich, muss aber feststellen, dass die drei Tage drei Jahre waren, und dass das Zauberbuch reich, aber nicht glücklich macht.

Mit List trinkt er den Teufel unter den Tisch, gewinnt seine Geige zurück und noch dazu eine wunderschöne Prinzessin. Aber der Teufel ist noch nicht besiegt. Als der Soldat am Königshof unglücklich bleibt und sich schließlich noch einmal auf den Heimweg macht, wird er an der Dorfgrenze erwartet?

Die letzten Proben vor der Premiere am Donnerstag, 15. März, seien auch für das Kammerorchester eine ganz neue Erfahrung, so Andreas Klippert. Die Musiker, die ansonsten im Orchestergraben säßen und nichts davon mitbekämen, was auf der Bühne vor sich gehe, fänden jetzt Gelegenheit, den Schauspielern bei der Arbeit unmittelbar zuzusehen.

Festzuhalten bleibt: Ronny Jakubaschk (Inszenierung) und Andreas Klippert (musikalische Leitung) haben offensichtlich großen Spaß daran, dieses heitere ironische musikalische Werk auf die Bühne zu bringen.

Weitere Aufführungen im März und April

Die Premiere des Stücks ist am Donnerstag, 15. März, um 20 Uhr im Mörgens, Mörgensstraße 34. Weitere Aufführungen sind für den 17., 28. und 31. März sowie den 3. und 11. April geplant.

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