Aachen - Den Karlsschützen blieb der Königstitel erneut versagt

Den Karlsschützen blieb der Königstitel erneut versagt

Von: Peter Langohr
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Bewiesen Treffsicherheit beim
Bewiesen Treffsicherheit beim Wettstreit der Schützen. Vorne von links: Kim Buchen von den Tellschützen, das neue Stadkönigspaar Bianka und Kai Zinken, Prinzessin Nicoll Laut mit dem neuen Stadtprinzen Nikolas Rosenstock, Dominik Nießen von den St. Josef Schützen Forst und Karlsschützen- Präsident Karl-Heinz van Eisern. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Es ist schon wie verhext. Zum 34. Mal richtete die Karlsschützengilde Aachen das Stadtkönigsschießen aus, und auch diesmal blieb es dem nach eigenem Bekunden ältesten Verein Deutschlands versagt, den Stadtkönig zu stellen.

Wenn die Karlsschützengilde die Schützengesellschaften zum Wettstreit aufruft, dann ist dies ein besonderer Termin im Schützenjahr, geht es doch darum, so etwas wie die Stadtmeisterschaft der Schützen auszurichten. Eingeladen sind dazu Bruderschaften und Vereine des „Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften” und des „Rheinischen Schützenbundes” aus dem Stadtgebiet von Aachen. Deren amtierende Könige und Prinzen kämpfen auf der wild-romantischen Schützenwiese der Karlsschützen in Eilendorf darum, den Holzvogel zu erlegen.

Aber auch für die anderen Schützen gibt es genug zu tun, finden doch zeitgleich auf dem Kleinkaliberschießstand der Karls-schützen zusätzliche Wettbewerbe statt, zum einen für die Präsidenten und Ehrengäste, zum anderen für die Fahnenträger und darüber hinaus für Mannschaften der Vereinsmitglieder.

Traditionell hatte der Festtag der Aachener Schützen mit dem Empfang im Eilendorfer „Rathaus” am Heinrich-Thomas-Platz begonnen. Dort konnte Karlsschützen-Präsident Karl-Heinz van Eisern etliche Ehrengästen begrüßen, unter ihnen Ratsfrau Sibylle Reuß als Vertreterin von Oberbürgermeister Marcel Philipp, Eilendorfs stellvertretenden Bezirksbürgermeister Rolf Schäfer und natürlich den noch amtierenden Stadtkönig Werner Rupp. Anschließend ging es hinaus auf den Heinrich-Thomas-Platz, wo die Ehrengäste die Front der angetretenen Schützen abschritten.

Trostpflaster

Angeführt von der „Hauskapelle” der Karlsschützen, der Musikvereinigung Roetgen, und mit weiterer musikalischer Unterstützung durch das Trommler- und Pfeifercorps Burtscheid, zog dann der stattliche Festzug zum Schießstand „Auf dem Foerbrich”. Dort erinnerte Sibylle Reuß, die zuvor die Grüße des Oberbürgermeisters überbracht hatte, an die einstige Bedeutung des Schützenwesens für den Schutz der Bürger und verwies darauf, das in den Schützenvereinen der Stadt heute ein Sport betrieben werde, der Konzentration, Disziplin und Verantwortungsgefühl verlange und so die Persönlichkeit forme.

Beim Schießen auf den Prinzenvogel sicherte sich Nikolas Rosenstock von der St. Laurentius Schützenbruderschaft in Laurensberg den Titel eines Stadtprinzen, als er mit dem 86. Schuss den Vogel von der Stange holte.

Beim Königsschießen bewies Kai Zinken von den Eilendorfer St. Sebastianus Schützen unter 14 Mitbewerbern das glücklichste Händchen, brachte das Holzgeflügel mit dem 244. Schuss zu Boden und gab damit Sven Loers von den St. Hubertus Schützen in Richterich das Nachsehen. Jürgen Rüttgers von der St. Laurentius Schützenbruderschaft dürfte sich als Vorschütze geärgert haben, dass es ihm nicht vergönnt war, dem bereits lose auf der Befestigungsschraube hängenden Vogel den letzten Kick zu geben. In den weiteren Wettbewerben gewann Dominik Nießen von der St. Josef Schützenbruderschaft aus Forst das Ehrenschießen der Fahnenträger, Kim Buchen von den Burtscheider Tellschützen das der Präsidenten.

Für die Karlsschützen gab es dann doch ein Trostpflaster, denn sie konnten das Mannschaftsschießen für sich entscheiden. Der erste Platz in der über ein Punktesystem ermittelten Gesamtwertung ging an die St. Sebastianus Schützen aus Eilendorf.
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