Dealer hamstert Heroin und muss in den OP

Von: red/pol
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Aachen. Sein Mund war noch prall mit Heroin-Bubbles gefüllt, als die Polizei den 59-Jährigen Dealer stellte. Statt auf die Wache ging es für den Mann aber erst einmal ins Krankenhaus.

Der 59-Jährige war bei einer Kontrolle am Kaiserplatz „mit vollem Mund aufgefallen“. Zivilbeamten beobachten, dass Passanten den Mann ansprachen und ihm offensichtlich Geld überreichten. Danach nahm er jeweils etwas aus seinem Mund und übergab es den Leuten.

Als die Fahnder zugriffen, schluckte er die 15 Bubbles Kokain herunterg - das sind kleine, in Kunststoff verpackte Portionen. Keine ungewöhnliche Reaktion und in der Szene durchaus üblich, aber lebensgefährlich. Magen- und Darmsäfte können die Plastikhaut oder Gummihaut dieser Bubbles zerstören und das Betäubungsmittel freisetzen. Damit drohen schwere Verätzungen des Magen-Darm-Traktes.

Mit einem Rettungswagen kam der 59-Jährige in ein Krankenhaus. Dort holte man die Bubbles per Endoskopie wieder ans Tageslicht.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung mit Hilfe eines Rauschgiftspürhundes fanden die Ermittler über 20 Gramm Kokain, mehrere Dutzend weitere Bubbles Kokain, Utensilien zur Zubereitung und Verpackung von Rauschgift sowie knapp tausend Euro Bargeld. Alles wurde beschlagnahmt. Für den 59-Jährigen ist die Haft vorgesehen.

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