„Das Thema Bildung war Karl besonders wichtig“

Von: Nina Krüsmann
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Vor allem die Skulpturen ziehen die Blicke der Besucher an. Die Schüler des Berufskollegs für Gestaltung und Technik stellen ihre Werke zur „Karolingischen Minuskel“ in der BBK-Galerie aus. Foto: Harald Krömer

Aachen. Im Karlsjahr wird der große Kaiser von allen Seiten beleuchtet. So hat er etwa auch zur Entwicklung der heutigen Schrift einen entscheidenden Schritt beigetragen. „Karolus Magnus erlernte das Lesen und initiierte die Entwicklung einer leichter lesbaren Schrift, die Karolingische Minuskel“, erklärt Dorette Christfreund.

Sie hat das Karlsjahr mit Schülern des Berufskollegs für Gestaltung und Technik zum Anlass genommen, sich einmal näher mit dieser Ausgangsform unserer heutigen Schrift zu befassen. Ergebnis ist die Ausstellung „Karolus Typografikus“ in der BBK-Galerie in den Aachen-Arkaden. „Die Kleinbuchstaben zum Beispiel haben sich gegenüber der Karolingischen Minuskel nur unwesentlich verändert und werden weltweit benutzt“, betont Christfreund.

Die Ausstellung in Kooperation mit dem Bundesverband Bildender Künstler (BBK) zeigt Arbeiten von Schülern der FOS Gestaltung und Gestaltungstechnischen Assistenten, neben Christfreund begleitet von Sarah Böcker, Vera Bulla und Fried Hoven. „Es handelt sich um ein Projekt, das aus der Rolle fällt. Solche Gastprojekte liegen uns sehr am Herzen. Wir öffnen die Galerie gerne hin und wieder für den Nachwuchs“, betont Karl-Heinz Jeiter vom Vorstand des BBK Aachen/Euregio.

Die bedeutende Schriftreform am Hofe Karls des Großen mit der Einführung der Karolingischen Minuskerl sowie des Buchwesens bildeten für die rund 150 jungen Leute im Alter zwischen 18 und 20 Jahren die Grundidee für eine kreative, bildnerische Auseinandersetzung.

Neben großformatigen Plakaten mit Ideen zur Wirkung von Schrift ziehen die skulpturalen Arbeiten alle Blicke auf sich. Janian Kudwig etwa schuf das Werk „Bildung bildet die Welt“, das eine aus einem Buch herauswachsende Erdkugel zeigt. Christiane Lindner erdachte das „Gefäß des Wissens“, Juliane Paust den „Wortschatz“.

„Das Thema Bildung war Karl besonders wichtig und hat auch großen Anklang bei den Schülern gefunden. In nur vier Wochen sind diese tollen Arbeiten entstanden“, freut sich Christfreund. Es gehe auch darum deutlich zu machen, dass Bildung auch heute in vielen Ländern ein noch lange nicht selbstverständliches Gut ist und, dass Bildung Freiheit bedeutet und ohne Freiheit nicht möglich ist. Auch im Rahmen der diesjährigen Kunstroute sollen die 70 Typografiken und Buchobjekte ausgestellt werden.

Vernissage am Freitag

Die Ausstellung „Karolus Typografikus“ wird mit einer Vernissage am Freitag, 21. März, um 18 Uhr eröffnet und ist danach bis 26. April dienstags bis samstags von 13 bis 19 Uhr in der BBK Galerie in den Aachen Arkaden, Trierer Straße 1 zu sehen.

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