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Das St. Leonhard öffnet „virtuelle Brücke“

Von: Carsten Rose
Letzte Aktualisierung:
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Über einen Fernseher mit Kamera sowie auf der Tafel als Leinwand können die Klassen des St. Leonhard Gymnasiums nun mit ihrer niederländischen Partnerschule aus Gulpen konferieren. Foto: Harald Krömer

Aachen. Am Ende hoben alle das Glas und stießen auf ein gleichnamiges Projekt an: Schulleiter, Lehrer und Schüler des St. Leonhard Gymnasiums hielten im neuen Glas-Raum ihre erste Videokonferenz mit der Partnerschule Sophianum aus dem niederländischen Gulpen.

Die Abkürzung Glas bedeutet in dieser Reihenfolge: Gulpen, Leo, Aachen und Sophie. Dahinter steckt ein Projekt, bei dem via Videokonferenz Klassen beider Schulen gemeinsamen lernen sollen – vorrangig zum Erlenen beider Sprachen mit den jeweiligen Muttersprachlern.

„Sich sehen und miteinander sprechen, ist doch das Schönste beim Sprachenlernen“, sagte Stefan Menzel, Schulleiter des St. Leonhard, sichtlich stolz. Jeweils eine Kamera und ein Projektor sowie ein Fernsehbildschirm und eine Leinwand bilden eine „virtuelle Brücke“ zwischen Aachen und Gulpen. Somit soll nicht nur die räumliche, sondern auch die zwischenmenschliche Distanz überwunden werden. Das Glasprojekt, so Menzel, habe den Kontakt beider Schulen deutlich intensiviert; nicht nur inhaltlich, sondern auch auf menschlicher Ebene.

Begeisternde Pädagogik

Susanne Schwier von der Stadt Aachen war angetan von der Zusammenarbeit beider Schulen. „Ich möchte ihnen ganz herzlich gratulieren“, so Schwier in Richtung der St. Leonhard-Vertreter, aber auch der niederländischen Projektleiter, die selbstredend live zugeschaltet waren, „für ein wunderbares Projekt: Es ist Pädagogik, die begeistert. Das ist gelebtes Europa.“

Das Projekt begann vor gut dreieinhalb Jahren, als das NRW-Bauministerium 20.000 Euro für ein grenzüberschreitendes Bildungsprojekt zur Verfügung stellte. Bedingung: Weitere Sponsoren zur Finanzierung aus den jeweiligen Regionen gewinnen. Das haben beide Schulen geschafft und einen „langen Atem“ bewiesen, wie die Niederländisch-Lehrerin des SGL, Adriane Langela-Bickenbach betonte. Während Schulleiter Menzel lobende Worte für sein niederländische Pendant, Jo Reijnders, fand, brach die Verbindung kurz ab. Ein Zwischenfall, der wahrlich genau das auch bleiben soll.

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