Das Sofa aus Gras bietet jede Menge Platz

Von: Anke Römer
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Richtig viel Platz auf dem Grassofa: Nach sechseinhalbstündiger Arbeit war die neue grüne Sitzgelegenheit im Rabental, ein Werk der Bürgerstiftung Lebensraum, fertig. Foto: Leah Hautermanns

Aachen. Perfekt in die Natur passend steht es da, das neue Grassofa der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen. Bei einer stattlichen Länge von drei Metern finden bis zu vier Leute bequem Platz. Zehn fleißige Helfer der Stiftung und des Freundeskreises Botanischer Garten haben die neue Sitzgelegenheit gebaut.

Mithilfe einer Stahlgitterkonstruktion, vier Kubikmetern Erde und 15 Quadratmetern Rollrasen entstand in nur sechseinhalb Stunden das nun vierte „haarige Sofa” der Bürgerstiftung auf der Wiese im Rabental am Gut Melaten.

Mit dem Bau des neuen Grassofas beteiligt sich die Stiftung an der ARD-Aktion „Das ist doch Ehrensache”, bei der sich Menschen für die Gesellschaft einsetzen.

Hubert Schramm, Mitbegründer und Vorsitzender der 2005 ins Leben gerufenen Initiative, hatte anlässlich seines 50. Geburtstages das neue Sofa gespendet. Direkt an einem Teich gelegen, bietet es den verweilenden Spaziergängern eine wunderbare Aussicht auf das Rabental mit seinen zahlreichen Obstbäumen.

„Es ist ein schönes Gefühl, wenn man morgens anfängt, etwas zu bauen, und abends ist es dann fertig”, sagt Schramm; mit dem Grassofa solle etwas „für die Ewigkeit” geschaffen werden. Das erste „Möbelstück” dieser Art wurde schon 2007 beim Freiwilligentag gebaut.

„Uns schwebte ein Projekt vor, bei dem Bürger etwas für andere Bürger tun. Dann kam uns die Idee mit dem Sofa”. Mit dem Bau ist es aber noch lange nicht getan, denn das Sofa muss gehegt und gepflegt werden. Freiwillige Helfer gießen und düngen es regelmäßig und stutzen ab und an das wachsende Gras.

Schramm freut sich, dass viele Menschen die „am Leben orientierten Aktionen so dankbar annehmen”. Schon 97 Stifter sind es, die mit Spenden dafür sorgen, dass die Bürgerstiftung neben dem Bereich „Verschönerung des Lebensraums” unter anderem auch Aktionen für Jugendliche, Familien und Senioren organisieren kann.

Damit die Stiftung weiter unabhängig arbeiten kann, seien neue Mitglieder immer willkommen. An Ideen und Tatendrang scheint es dem gelernten Bauingenieur nicht zu fehlen. Denn während das neue Sofa am Ende noch gegossen wird, überlegen die Helfer schon, wo denn das nächste Exemplar einen Platz finden könnte.
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