Das Schwimmen in Aachen wird teurer

Von: Holger Richter
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Der Sprung ins kühle Nass des Freibades Hangeweiher wird für Kinder und Jugendliche zwar teurer. Aber nicht so viel, wie ursprünglich geplant. Der Sportausschuss legte den neuen ermäßigten Basispreis auf 2,30 Euro fest, das sind nur zehn Cent mehr als bisher. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Aachen. Das Schwimmen in Aachen wird teurer. Das hat der Sportausschuss in seiner Sitzung am Donnerstagabend so beschlossen. Doch die Aachener Kinder und Jugendlichen kommen in der neuen Entgeltordnung für die städtischen Schwimmbäder einigermaßen glimpflich davon. Für sie wird der Sprung ins kühle Nass nur um zehn Cent teurer.

Ursprünglich hatte die Verwaltung dem Sportausschuss vorgeschlagen, den Basispreis für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren sowie für sonstige Ermäßigte von 2,20 auf 2,50 Euro zu erhöhen.

Dem wollten die Gremiumsmitglieder nun aber nicht folgen und beschlossen stattdessen auf Antrag der Mehrheitsfraktionen CDU und SPD eine geringere Erhöhung für Kinder und Jugendliche auf 2,30 Euro.

„Überproportional benachteiligt“

„Bislang war es gute Praxis, dass Kinder etwa zwei Drittel des Erwachsenenpreises zahlen“, begründete Florian Orthen (SPD) den Änderungswunsch. „In der neuen Entgeltordnung werden aber die Kinder überproportional benachteiligt – und zwar absolut und relativ. Das ist ein schlechtes Zeichen, zumal wir schon seit Jahren dafür kämpfen, dass mehr Kinder schwimmen können.“ Da sich auch die Opposition angeführt von Markus Plum (Grüne) mit dieser Argumentation anfreunden konnte, ging der entsprechende Beschluss schließlich einstimmig durch.

Diese geringere Verteuerung hat auch Auswirkungen auf die Bonus- und Bonus-Plus-Karten. Die Bonus-Karte, mit der Kinder und Jugendliche 15 Mal ein städtisches Schwimmbad nutzen können, wird demnach 31,50 Euro statt wie ursprünglich geplant 33 Euro kosten. Die Bonus-Plus-Karte, die für 30 Besuche gilt, kostet künftig 57 Euro, geplant waren 60 Euro.

Notwendig geworden war die Anpassung des Entgelts gleich durch mehrere Faktoren, wie das Sportamt bereits im Vorfeld der Ausschusssitzung am Donnerstag kundgetan hatte: vor allem natürlich durch gestiegene Energie- und Personalkosten, aber auch durch die knappe Haushaltssituation der Stadt sowie die anstehenden Sanierungskosten des Freibades Hangeweiher (wir berichteten).

Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates werden also ab dem 1. April 2015 die Basispreise für Erwachsene und Jugendliche angehoben, die Rabattierungen für Dauerkarten gesenkt und die Teilnahme an Schwimmkursen oder Aquafitness verteuert. Für Aachener Sportvereine bleibt die Nutzung der Bäder nach wie vor kostenlos. Ursprünglich rechnete die Verwaltung mit Mehreinnahmen von insgesamt 200.000 Euro für den Bereich der vier städtischen Hallenbäder (Elisabethhalle, Ulla-Klinger-Halle sowie die Schwimmbäder Brand und Süd) und des Freibades Hangeweiher. „Nach der nun beschlossenen geringeren Preiserhöhung werden es wohl rund 40.000 Euro weniger werden“, sagte Sportamtsleiterin Petra Prömpler.

Auf Vorschlag der Grünen wird Pömpler zudem eine Ferienkarte für die Herbst- und Osterferien in die neue Entgeltordnung aufnehmen. Kosten soll sie sieben Euro. Die Ferienkarte für die Sommerferien, deren Preis unverändert bei 20 Euro bleibt, habe sich bewährt, „deshalb würden wir so etwas auch gerne in den Herbst- und Osterferien ausprobieren, in denen die Hallenbäder ohnehin verschiedene Ferienspiele anbieten“, begründete Markus Plum seinen Antrag, der anschließend einstimmig beschlossen wurde.

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