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Das Schauspiel wird „moderat” teurer

Von: Gerald Eimer
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Kostspielige Plätze: Wegen gestiegener Kosten will das Theater die Preise anheben. Um den Trend der wachsenden Besucherzahlen nicht zu gefährden, soll die Erhöhung aber maßvoll ausfallen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Aachens Theaterbesucher müssen in der nächsten Spielzeit mit steigenden Eintrittspreisen rechnen. Die Erhöhung sei unvermeidlich, sagt Verwaltungsdirektor Udo Rüber, der darauf verweist, dass die Preise seit 2004 unverändert geblieben sind.

Personal- und Sachkosten seien seitdem jedoch gestiegen, zudem stehe das Theater unter Sparzwängen.

Der Verwaltungschef des Theaters muss nun das Kunststück vollbringen, die Einnahmen zu verbessern, Theaterbesucher aber nicht zu vergraulen. „Wir wollen die Leute ja nicht vor die Tür kehren.”

Zugleich sollen die Preise sozialverträglich gestaltet und insbesondere auch junge Leute weiterhin verstärkt angesprochen werden. Mit dem Vorhaben beschäftigen sich die Politiker in der kommenden Woche im Theater-Betriebsausschuss, eine Woche später hat der Stadtrat das letzte Wort. Eine Zustimmung ist zu erwarten.

Die Preise für Einzelkarten und Abos sollen nach der Sommerpause je nach Preisgruppe unterschiedlich stark angehoben werden. Das preiswerteste Ticket im Schauspiel soll künftig 6 Euro kosten (statt bisher 5), das teuerste 30 statt 26 Euro.

Für die Oper wird das billigste Ticket 7 Euro (statt 5,50), das teuerste 34 Euro (statt 30) kosten. In den Kammerspielen steigen die Preise für Vollzahler von 15,50 auf 18 Euro.

Gründlich überarbeitet werden auch die Abo-Preise, die laut Rüber im Laufe der Jahre immer intransparenter geworden seien. „Wir wollen wieder einheitliche Strukturen schaffen.” Das führt dazu, dass in einigen Fällen die Abos sogar billiger als bisher werden. Als Faustregel gilt: Wer ein Abo wählt spart im Schnitt 30 Prozent gegenüber den Einzelpreisen.

Unverändert bleibt das so genannte Last-Minute-Ticket, das Schüler, Studenten und Auszubildende 15 Minuten vor Aufführungsbeginn kaufen können. Kurzentschlossene kommen weiterhin für 5 Euro ins Theater.

Bislang biete das Theater Aachen im bundesweiten Vergleich „extremst moderate Preise”, nach der geplanten Preiserhöhungen seien es dann halt noch „moderate Preise”, wirbt Rüber. Das Theater erhofft sich dadurch jährliche Mehreinnahmen von bis zu 100.000 Euro.

Keinesfalls soll der Trend abgewürgt werden, der dem Theater seit geraumer Zeit steigende Besucherzahlen und auch ein deutlich jüngeres Publikum beschert hat.

Gut 138.000 Besucher wurden in der Spielzeit 2007/08 gezählt, in diesem Jahr werde die Marke von 140.000 sicher überschritten, ist Rüber überzeugt. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 kamen nur 96.000 Besucher ins Theater.
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