Das Projekt „Wir hier – Zukunft Aachen“: Schüler entwickeln Masterplan

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Aufgezeigt: Kinder und Jugendliche werden sich im Rahmen des Projekts „Wir hier – Zukunft Aachen“ zu ihrer Situation in der Stadt äußern. Foto: Imago-Stock/Caro
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Christian Pfeiffer wird die Befragung wissenschaftlich auswerten. Foto: Stock/Horst Galuschka

Aachen. Wie geht es Aachener Kindern und Jugendlichen? Wie sehen und empfinden sie die Stadt Aachen? Fühlen sie sich hier wohl? Was wünschen sie sich von der Schule, der Stadt, von Institutionen und Vereinen? Welche Angebote vermissen sie?

Nehmen sie aktiv teil an Sport, Musik, Jugendtheater oder sonstigen Freizeitangeboten? Wie sicher leben sie in dieser Stadt und in einzelnen Stadtteilen? Und welche persönlichen Zukunftsaussichten sehen sie hier?

Fragen über Fragen, denen wir – die Redaktion der Aachener Nachrichten unter Federführung unseres Hilfswerks „Menschen helfen Menschen e.V.“ – intensiv nachgehen möchten mit dem Ziel, die Situation der Aachener Kinder und Jugendlichen zu analysieren und danach da, wo es nötig erscheint, konkret zu verbessern. „Menschen helfen Menschen“ hat neben der Unterstützung von in Not geratenen Personen auch jugendfördernde Maßnahmen als zweites Satzungsziel. Nun wird das in Aachen in einem wichtigen Projekt mit dem Arbeitstitel „Wir hier – Zukunft Aachen“ sehr konkret.

Bekannte Aachener Unternehmen und die Stadt Aachen mit Oberbürgermeister Marcel Philipp an der Spitze unterstützen dieses Forschungsprojekt. Auch die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen ist Partner dieser Initiative für Aachener Kinder und Jugendliche.

Prof. Dr. Christian Pfeiffer (Universität Hannover), ein erfahrener Gründer und Begleiter zahlreicher Bürgerstiftungen in Deutschland, wird mit seinem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. Schülerinnen und Schüler der vierten und der neunten Klassen befragen und die Ergebnisse wissenschaftlich auswerten. Diese Art der Jugendstudie hat das Institut inzwischen in mehr als 70 Städten und Kreisen erfolgreich durchgeführt.

Prof. Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung und Vorsitzender von „Menschen helfen Menschen e.V.“, hat diese Initiative koordiniert. Er beschreibt den Kern und die Perspektiven dieser Studie so: „Wenn wir die Lebenslage Aachener Kinder und Jugendlicher besser kennen, dann können diese wertvollen Informationen eine hervorragende Grundlage für entscheidende Verbesserungen sein. Unser Ziel als Zeitung dieser Stadt ist dabei klar: Wir möchten etwas bewirken und einige konkrete Initiativen entwickeln, die junge Leute fordern und fördern.“

Die Schülerinnen und Schüler in den Klassen vier und neun erhalten über ihre Schule einen Fragebogen. Prof. Christian Pfeiffer erläutert Einzelheiten der Studie: „Jeder zweite in Aachen unterrichtete Schüler der vierten und jeder Schüler der neunten Jahrgangsstufe soll in diese Befragung einbezogen werden; es handelt sich um die größte Kinder- und Jugendstudie, die in Aachen jemals durchgeführt wurde. Ein Schwerpunkt wird das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen sein (Mitgliedschaften in Vereinen, Freizeitorte, Medienkonsum). Zusätzlich bitten wir die Jugendlichen, die Stadt Aachen und ihr Leben hier einzuschätzen. Ein weiterer Schwerpunkt stellt die Abfrage von Gewaltopfer- und -täterschaften sowie des Alkohol- und Drogenkonsums dar. Besonderes Augenmerk wird zudem auf schulbezogene Einschätzungen und Verhaltensweisen gelegt, unter anderem Schulleistungen, (Cyber)-Mobbing, Schulschwänzen; insofern sind die Befragungsergebnisse unmittelbar für die Schulentwicklung relevant. Ergänzend werden im Fragebogen familiäre Rahmenbedingungen (soziale und ethnische Herkunft, Familienstruktur, Erziehungsstile) erfragt.“

Regelmäßige Berichterstattung

Wir werden regelmäßig über den Verlauf und die Ergebnisse des Forschungsprojektes berichten. Nach den Sommerferien wird die Analyse vorliegen. Sie wird dann in einem Forum unserer Zeitung vorgestellt, dokumentiert und diskutiert. Auf dieser Basis soll dann ein Masterplan von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien für Projekte in Aachen entwickelt werden.

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