Aachen - Das Ponttor erstrahlt in Pink, und rosa Ballons steigen gen Himmel

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Das Ponttor erstrahlt in Pink, und rosa Ballons steigen gen Himmel

Von: Rebecca Kiljan
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Das Ponttor präsentierte sich am Weltmädchentag in kräftigen Farben. Und die Kinder ließen pinke Ballons steigen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Am Ponttor gab es am Freitag verdutzte Blicke. „Warum ist das Tor pink?“, frgten Passanten. Anlässlich des zweiten Weltmädchentags wurden deutschlandweit bekannte Gebäude in die kräftige Farbe getaucht – auch in Aachen.

Um den Tag angemessen zu feiern, organisierten das Gleichstellungsbüro der Stadt Aachen und Plan Deutschland/Aktionsgruppe Aachen ein buntes Programm. Mit dem Lied „Ein rosa Luftballon“ eröffnete die Aachener Domsingschule den zweiten Weltmädchentag im Rathaus. Der Weiße Saal war eigens für diesen Tag mit rosa Luftballons dekoriert.

Unter der Schirmherrschaft vom OB Marcel Philipp strömten 80 Mädchen und Jungen aus den umliegenden Schulen in den Saal. Philipp hieß die Menge willkommen und stellte zugleich eine Fangfrage: „Was ist besser, ein Mädchen zu sein oder ein Junge?“ Aus allen Ecken kamen verschiedene Antworten: „Ein Junge!“ „Nein, ein Mädchen!“ Philipp wollte darauf aufmerksam machen, dass es keine Rolle spielt, ob man ein Mädchen oder ein Junge ist. „Ich wünsche mir einen Zustand, in der diese Frage keine Wertigkeit mehr besitzt.“

In vielen Ländern würden Mädchen benachteiligt. „Um auf dieses Ungleichgewicht unter den Geschlechtern aufmerksam zu machen, werden wichtige Gebäude pink angestrahlt. So auch unser Ponttor“, erklärte Philipp.

Kinder brauchen Bildung

Zwar ist es erst der zweite Weltmädchentag, doch es gab bereits Erfolge, wie Regina Großmann von „Plan International“ schilderte: „Urmila Chaudhary aus Nepal wurde als kleines Mädchen verkauft. Sie arbeitete jahrelang als Haussklavin bei einer reichen Familie. Sie wandte sich an unsere Organisation. Das führte dazu, dass Haussklaverei in ihrer Heimat verboten wurde.“ Für Großmann ist es bedeutend, dass der Gesellschaft bewusst wird, wie wichtig Bildung für Kinder ist – auch für Mädchen. „Denn Mädchen sind die Motoren unserer Entwicklung.“

Wenn sich nämlich ärmere Familien keine Bildung für ihre Töchter leisten können und diese früh verheiratet werden und Kinder bekommen, dann ist ein Teufelskreis aus Armut und schlechter Bildung vorprogrammiert.

Um auch in Aachen auf die Aktion aufmerksam zu machen, zogen die Mädchen und Jungen mit rosa Luftballons los. Sie gingen gemeinsam mit einer Sambatruppe zum pinken Ponttor. Dort angekommen, zeigte die Cheerleader-Gruppe „Slakers“ ihr Können. Bei Musik und Tanz wurden die Luftballons losgelassen und stiegen in den Himmel hinauf.

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