Aachen - Das Pferd ist fremd, der Wettkampf hat es in sich

Das Pferd ist fremd, der Wettkampf hat es in sich

Von: Nadine Jungblut
Letzte Aktualisierung:
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Der Auftakt zum Concours Hippique Universitaire (CHU) fand in Aachen statt. 36 Reiterinnen und Reiter stellten auf fremden Pferden ihr Können unter Beweis. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Caro Vogel blickt gespannt in die Reithalle von Gut Hanbruch. Mit Argusaugen beobachtet die 20-jährige Studentin aus Köln eine Reiterin, die elegant durch den großen Saal trabt. „Wenn die weiterhin keine Fehler macht, bin ich aus dem Rennen”, erklärt Caro.

Sie ist eine der 36 Reiter und Reiterinnen, die aus ganz Deutschland und Luxemburg zum diesjährigen „Concours Hippique Universitaire” (CHU) angereist sind.

Der Reitwettbewerb wird bundesweit ausgerichtet, in Aachen findet der Auftakt statt. Veranstalter und Ausrichter ist hier das Hochschulsportzentrum (HSZ) der Aachener Hochschulen. An diesem Wochenende möchten zwölf Mannschaften mit je drei Reitern ihr Können unter Beweis stellen. Und Können ist hier mehr als gefragt, denn der CHU hat es in sich.

Pferd und Reiter sind sich bis kurz vor den Wettkämpfen völlig fremd. Alle Vierbeiner sind von der veranstaltenden Hochschulgruppe gestellt und werden im Losverfahren den Reitern zugeteilt. „Das garantiert Fairness unter den Reitern und zugleich Spannung im Publikum”, so Nina Zirke, Eventkoordination am HSZ.

Nur fünf Minuten sollen zur Eingewöhnung reichen, dann heißt es: Rein in die Halle und vor den Schiedsrichtern sein Bestes geben. Im schnellen Wechsel zwischen neuen Pferden und schwereren Aufgaben scheidet ein Reiter nach dem anderen aus, bis am Ende des Tages der Sieger feststeht.

Eine weitere Besonderheit des CHU: Wer sich hier gut präsentiert und viele Wertungspunkte sammelt, hat große Chancen, bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Reiten (DHM) teilzunehmen. Für Caro hat es heute leider nicht gereicht. „Macht nichts, morgen ist auch noch ein Tag”, erklärt sie zuversichtlich. War nämlich heute Schönheit und Eleganz beim Dressurreiten gefragt, steht am Folgetag eine andere Disziplin auf dem Plan. Beim Springreiten bekommen alle Reiter noch einmal die Chance, sich neu zu beweisen.

Und sollte es dazu auch nicht reichen, ist zumindest Spaß und Feiern am Abend garantiert: Bei der anschließenden Party im Studentendorf.

Sieger und Platzierte beim CHU

Im Dressurreiten siegte Daniela Beuchert aus Darmstadt, das Springen gewann Martin Kronenberg aus Düsseldorf. Der Sieg in kombinierter Einzelwertung ging ebenfalls an Daniela Beuchert.

In der Teamwertung punktete das Kassel-Mixed-Team mit Ellen Kübler, Natassa Thomoponlos und Lea Baumgarten. Mit nur einem halben Punkt Rückstand zum Kassel-Team folgten punktgleich die Teams aus Düsseldorf und Luxemburg - beide auf Platz 2.

Alle Sieger durften sich nicht nur über die Ehrung und einen Ehrenpreis freuen. Sie haben auch gute Chancen, im Starterfeld der Deutschen Hochschulmeisterschaften im Reiten (DHM) anzutreten.
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